Saniert Schwimmen und Turnen: Einsinger Mehrzweckhalle für 4,9 Millionen Euro saniert

Einsingen / CAROLIN STÜWE 16.09.2016
Am Montag kann zumindest die Einsinger Mehrzweckhalle wieder genutzt werden – für den Schulsport und Feste. Das Hallenbad im Untergeschoss ist noch nicht ganz fertig saniert.

Höher und vor allem heller wirken nun die Mehrzweckhalle sowie das Hallenbad im Untergeschoss nach der 15-monatigen Rundumsanierung. Allerdings wurde die Höhe des 40 Jahre alten Gebäudes gar nicht verändert, sondern jeweils nur die braune Holzdecke durch eine hellgraue Metalldecke ersetzt. „So wirkt jetzt alles viel größer und freundlicher“, sagte Einsingens Ortsvorsteher Rudolf Stadler am Donnerstag bei einem kleinen Rundgang durch die Noch-Baustelle.

In der ebenerdig zu erreichenden Turn- und Festhalle kann der Schulsport zwar am kommenden Montag aufgenommen werden. Aber bis das Hallenbad wieder öffnet, dauert es noch bis nach den Herbstferien. Denn dort wurde das einst geflieste Betonbecken aufwendig durch ein Edelstahlbecken ersetzt. Das Becken hat damit weiterhin die ideale Bahnlänge von 16,66 Metern, bei der man nach drei Längen 50 Meter zurückgelegt hat. Und sie hat einen Hubboden, der die Wassertiefe von 33 Zentimeter bis letztlich auf 1,80 Meter an Nichtschwimmer oder Schwimmer anpasst.

Zu den zwei Senkrechteinstiegen ins Wasser kam eine Edelstahltreppe hinzu. Die Wände sind nun weiß und blau gefliest und rund ums Becken liegen hellgraue Bodenfliesen. Außerdem wurden im Umkleidebereich Wände versetzt oder gegen Milchglas ersetzt, um Tageslicht vom Hallenbad her reinzuholen. Die Duschen sind hochmodern, „nur die alten stationären Föhne haben wir wieder eingebaut, die waren noch gut“, sagt Stadler.

Das Erscheinungsbild der großen Fenster ist dasselbe geblieben, bloß sind die Fenster jetzt mehrfachverglast, womit auch dort – wie an den Wänden – der Vollwärmeschutz gewährleistet ist. Wie viel Energie künftig zudem mit dem kleinen kompakten Blockheizkraftwerk im Keller eingespart werden kann, sei noch nicht abzusehen, sagt Stadler.

Auch im angrenzenden Fitnessbereich des TSV Einsingen wurden neue Duschen eingebaut, so dass dort ebenfalls zeitnah der Betrieb wieder aufgenommen wird. Voraussichtlich im November ist dann mit Hilfe der örtlichen Vereine ein Tag der offenen Tür geplant – in der gesamten Mehrzweckhalle.

Entwicklung der Sanierungskosten

Vorausgedacht Bei einer erneuten Runde der Hallenbad-Debatte in ganz Ulm hatte die Stadtverwaltung Ende 2013 beim Punkt „Einsinger Mehrzweckhalle“ vorgeschlagen, diese für 3,8 Millionen Euro zu sanieren. Die Stadträte plädierten jedoch dafür, noch 700.000 Euro draufzulegen, um gleich das gesamte Gebäude energetisch zu sanieren. Im Verlauf der 16-monatigen Sanierung kam es zu üblichen Kostensteigerungen: Deshalb nun die 4,9 Millionen Euro.

Nutzung Schüler aus Einsingen und sieben auswärtigen Schulen schwimmen im Bad und turnen in der Halle. Während der Sanierung mussten sie zum Schwimmen in die Schaffner-Schule, ins Westbad und ins Freizeitbad Wonnemar ausweichen.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel