Kirche Franziskaner-Schwestern verabschiedet

Pfarrer Estler verabschiedet die Schwestern.
Pfarrer Estler verabschiedet die Schwestern. © Foto: Volkmar Könneke
Ulm / ate 19.11.2018
Am Dienstag ziehen die vier Franziskanerinnen von Reute aus dem Ulmer „Kloster im Herzen der Stadt“ aus.

Umarmungen, Geschenke, Tränen – das gab es nach dem Gottesdienst in der Wengenkirche, in dessen angegliedertem Kloster vier Franziskaner-Schwestern leben. Sie wurden am Sonntag verabschiedet. Was der Gemeinde erst am Sonntag zuvor verkündet wurde. Die Umzugskartons sind gepackt, am Dienstag schon ziehen die Schwestern weg.

Die Schwestern, die teils elf Jahre lang in Ulm lebten, sind Schwester Sonja (55), Oberin des Ulmer Konvents, Schwester Sigrid (70), bekannt für ihre seelsorgerische Arbeit, Schwester Barbara (69), die Besuchsdienste im St. Anna-Stift übernommen hatte und Schwester Dorothea (72), die im Kloster fürs Hauswirtschaftliche sorgte. Warum müssen sie überhaupt gehen und warum so schnell? Gespräche darüber habe es seit längerer Zeit gegeben, die letzte Entscheidung sei Anfang November gefallen, sagte Schwester Maria-Hanna Löhlein im Gottesdienst, Generaloberin der Franziskanerinnen von Reute, der Heimatorden jener vier Franziskanerinnen. Schwester Maria-Hanna: „Wo wir noch präsent sein werden, das beschäftigt uns immer mehr. Wenn etwas nicht mehr läuft, dann müssen wir umdenken, Filialen schließen.“

So weit wird es in Ulm jedoch  nicht kommen. Zwei neue Schwestern werden entsendet und am 2. Advent im Gottesdienst in der Wengenkirche vorgestellt. Zukünftig „müssen wir kleinere Brötchen backen“, bekennt Schwester Maria-Hanna. Nur: „Ob uns die kleineren Brötchen schmecken werden, das ist eine andere Frage.“ Seelsorgerische Aufgaben werden wahrscheinlich wegfallen.

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