Schweißtreibendes Interview

28.07.2012
Frage: Für welches Ressort arbeiten Sie?
Antwort: Vor 15 Jahren habe ich im Sportressort gearbeitet. Jetzt arbeite ich im Bereich Familie, Kinder und Jugend und mache auch solche Führungen wie mir euch.

Frage: Durften Sie sich aussuchen, welches Ressort Sie übernehmen?
Antwort: Die meisten beginnen in der Lokalredaktion. Dann darf man schon sagen, was man gerne machen möchte, aber man muss Glück haben, dass eine Stelle frei ist. ?

Frage: Wie sind sie auf diesen Beruf gekommen?            
Antwort: Ich wollte Medizin studieren, doch dann ist unsere Abizeitung bei der Südwestpresse gelandet und man hat mich angesprochen, ob ich Lust hätte, dort zu arbeiten. Dann habe ich Politik studiert, weil das schnell geht.

Frage: Wie lange arbeiten sie schon hier?
Antwort: Seit 1995 arbeitet sie schon hier in Ulm.

Frage: Dürfen Sie sich selbst aussuchen, über welche Themen Sie schreiben?
Antwort: Im Normalfall ja, aber manchmal muss man auch etwas machen, das man nicht so interessant findet.

Frage: Woher bekommen Journalisten die meisten Informationen?
Antwort: Viele Meldungen bekomme ich von den Presseagenturen per Mail.
Andere muss man selbst recherchieren. In Stuttgart und Berlin hat die SWP eigene Mitarbeiter, die per Telefon in der Konferenz mitsprechen.

Frage: Arbeiten sie nur im Büro ?
Antwort: Nein, man muss auch mit Menschen „draußen“ reden, um Informationen zu bekommen.

Frage: Werden ihre Berichte von einer anderen Person kontrolliert und eventuell korrigiert??
Antwort: Ja, meine Berichte werden von Kollegen und Computern korrigiert.

Frage: Müssen Sie auch am Wochenende arbeiten, um Berichte vom Wochenende zu schreiben??
Antwort: Ja. Wir arbeiten in Schichten und wechseln uns am Abend und am Wochenden ab.

Frage : Haben Sie schon einmal bekannte Politiker oder Prominente interviewt, wenn ja, wen?
Antwort: Ja, Sigmar Gabriel (Politiker), Michael Schumacher (Rennfahrer), Sebastian Vettel (Rennfahrer), Roger Federer (Tennisspieler), Philip Lahm (Fußballer)

Frage: Haben sie schon mal mit Frau Merkel ein Interview geführt?
Antwort: Nein, ich habe sie noch nie interviewt, aber beim Sport schon oft gesehen.

Frage: Brauchen sie Fremdsprachenkenntnisse für ihren Beruf?
Antwort:Französisch muss man verstehen, Englisch muss man gut können! Oft werden Interviews auf Englisch geführt. Auf Französisch kann ich keine Fragen stellen, aber die Antworten verstehen. Das ist bei manchen Sportarten (Radsport) wichtig, weil da viel Französisch gesprochen wird.

Frage:Seit wann gibt es die SWP?
Antwort: Sie wurde 1952 gegründet.

Frage: Wieviele Zeitungen stellen Sie täglich her?
Antwort: Ca. 325000 Zeitungen pro Tag.

Frage: Gibt es auch Tage, an denen es fast keine Meldungen gibt?
Antwort: Nein, aber es gibt Tage, an denen sie nicht so spannend sind. Dann gibt es Platz in der Zeitung und man kann auch mal eine schöne Geschichte schreiben.

Frage: Wer legt fest ,welche Nachrichten auf der Titelseite erscheinen??
Antwort: Meistens entscheiden alle Redakteure zusammen, was auf der Titelseite erscheint. Nur wenn es Streit gibt, entscheidet es der Blattmacher. Das letzte Wort hat der Chefredakteur.

Frage: Um wie viel Uhr ist Druckbeginn und wann Ende??
Antwort: Prinzipiell ist der Druckbeginn um 22.45 Uhr, aber wenn etwas ganz Wichtiges passiert, kann das noch um spätestens 1.00 Uhr gedruckt werden. Dann gibt es am nächsten Tag vielleicht zwei verschiedene Zeitungen, weil manche die aktuellere Ausgabe bekommen.  

Frage : Wie viele Menschen und Maschinen braucht man, um eine Zeitung herzustellen?
Antwort: 100 Redakteure und ca. 30 Leute in der Technik, Maschinen und andere Personen weiß sie nicht .

Frage: Wie viele Schritte braucht es, bis eine Zeitung fertig ist?
Antwort: Sieben: Planen, Scribbeln der Seiten, Texte schreiben und redigieren, Korrektur, Überprüfung in der Technik, Andruckfassung und Druck. Dann kann die Zeitung ausgeliefert und ausgetragen werden.

Frage: Haben Sie schon mal für einen Artikel einen Preis bekommen?
Antwort: Als ich jung war, habe ich einen Preis bekommen. Der Preis war für einen Sport-Artikel. Damals habe ich mich darüber sehr gefreut.

Frage: Was gefällt Ihnen an Ihren Beruf?
Antwort: Ich finde es gut, dass meine Arbeit so abwechslungsreich ist

Frage: Was gefällt Ihnen an Ihren Beruf nicht?
Antwort: Ich finde meine Arbeit manchmal richtig stressig.

Frage: Ist Redakteurin ihr Traumberuf?
Antwort:Sie lachte und sagte:"Ja, kann man so sagen."

Am Ende stellte Ayleen Schleicher eine Frage, die Frau Gallbronner nicht beantworten konnte: Wer hat die Zeitung erfunden? Die Schülerin hat sich inzwischen im Internet schlau gemacht und herausgefunden, dass die erste Zeitung 1605 erschienen ist. Sie wurde von Johann Carolus herausgegeben. Klasse 4b der GS Bernstadt