Volksfest Schwan beschädigt Autos der Schausteller

Der Grund könnte auch Selbstverliebtheit sein: Der Schwan, der Autos zerstört.
Der Grund könnte auch Selbstverliebtheit sein: Der Schwan, der Autos zerstört. © Foto: Privat
Ulm / Beate Rose 21.07.2018

Sabrina Zöllner, Schaustellerin, die derzeit einen Stand auf dem Volksfest betreibt, erinnert sich genau an den Vorfall, als sie sonntags nach ihrem Auto schaute: „Es waren Geräusche, dass ich dachte, da stiehlt jemand mein Auto. Also bin ich ums Auto rum und hab’  laut gerufen: Was gibt das, wenn’s fertig ist? Und dann steht da ein Schwan.“ Im ersten Moment musste sie lachen. Allerdings nur, bis sie den Schaden gesehen hatte: Dellen und lange Kratzer im Lack. 

So wie Sabrina Zöllner ist es mehreren Schaustellern ergangen. Der Schwan hatte am Wochenende rund zehn Autos – die schwarz lackierten – angegriffen, die die Schausteller auf dem Gelände des Ulmer Zelts geparkt hatten. Wobei die Angriffe offenbar nicht aggressiver Natur sind. „Ich glaub’ sogar, der küsst sich“, meint Sabrina Zöllner.

Ob aus Selbstliebe oder nicht – die Schäden an den Fahrzeugen sind erheblich. Schausteller sprechen von Wertminderung. Bei Zöllners  kam der Gutachter gestern zu dem Schluss, dass das Auto an beiden Seiten einen neuen Lack braucht. Auf den Kosten werden die Schausteller wohl sitzen bleiben. Die Stadt etwa  spricht von „Wildtierschaden“ und davon, dass der Schwan nicht der Stadt gehört. Die Ulm-Messe, deren Geschäftsführer Jürgen Eilts ist, vermietet den Volksfestplatz für die Dauer des Volksfestes an die VMV-GmbH. Für 25 Euro kaufen sich die Schausteller Erlaubnisscheine fürs Parken.

Dennoch hafte die Ulm-Messe nicht für Schäden durch Dritte, sagt Eilts. „Ich kann doch nichts für den Schwan.“ Dass die Schausteller jedoch zunächst auf dem Gelände des Ulmer Zeltes parken sollte, dort wo der Schwan sein Unwesen trieb, rechtfertigt Eilts mit einem „kommunikativen Defizit“. Jetzt sollen die Schausteller nämlich hinter Halle 7 parken, in der „schwanfreien Zone“. Schaustellerin Zöllner: „Hoffentlich findet der Schwan nicht den Weg dorthin.“ 

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