Ulm Schulzentrum St. Hildegard ist runderneuert

Anlass der Feier am St.Hildegard-Schulzentrum war (im Uhrzeigersinn) der Neubau für Gymnasium und Realschule mit Schülercafé samt Rundfenster; die Schüler sangen „Oh happy day“, und die Klassenzimmer-Kreuze wurden geweiht.
Anlass der Feier am St.Hildegard-Schulzentrum war (im Uhrzeigersinn) der Neubau für Gymnasium und Realschule mit Schülercafé samt Rundfenster; die Schüler sangen „Oh happy day“, und die Klassenzimmer-Kreuze wurden geweiht. © Foto: Lars Schwerdtfeger
Ulm / Carolin Stüwe 12.10.2018

Das große runde bleiverglaste Fenster im neuen Schülercafé erinnert an Kirche, die roten Sitzmöbel signalisieren Moderne und Gemütlichkeit. Der Spagat an der katholischen Mädchenschule ist gelungen. Angemessen schlicht und zweckmäßig sind die 15 Klassenzimmer, vier Schülerarbeitsräume und zwei Werkräume. Gestern Nachmittag weihte Schulvikar Clemens Knorpp nicht nur die jeweiligen Holzkreuze für die Klassenzimmer, sondern auch den Neubau selbst.

Kein Übergangs-Container mehr

Dieser orientiere sich technisch „am Puls der Zeit“, sagte Schulleiterin Stefanie Lepre bei der Feier in der schon vor Jahren renovierten Turnhalle. Endlich sei die lange Zeit der Übergangs-Container vorbei, denn die inzwischen 68 Jahre alte private Mädchenschule wurde zwölf Jahre lang Bauphase für Bauphase saniert, umgebaut und erweitert – auf engstem Stadtraum in beispielhafter Nachverdichtung. „Es ist eine wunderbare Ergänzung der Ulmer Schullandschaft“, sagte Bildungs-Bürgermeisterin Iris Mann. Geplant hat den Neubau Daniel Meister von meister.architekten aus Ulm. Schüler stellten in einem Sketch anschaulich die gesamte Bauzeit dar:

  • von 2006 bis 2007 Sanierung der Grundschule
  • von 2008 bis 2009 Einbau von Mensa, Küche, Musiksaal und Bibliothek sowie Sanierungen in der Turnhalle
  • von 2010 bis 2013 Abriss des ehemaligen Klausurgebäudes an der Zinglerstraße und Neubau der Aula plus Sekretariat/Rektorat sowie von vier Klassenzimmern und zwei Musiksälen
  • von 2014 bis 2018 Umbau der ehemaligen Werkräume zu Lagerräumen und zum Archiv, des Lehrerzimmers Gymnasium und bisheriger Räume zum Verwaltungsbereich der Realschule
  • von 2016 bis 2018 folgte nun der Ersatzneubau für das Gymnasium und die Realschule. Kosten: gut 6,6 Millionen Euro.

Die Gesamtinvestition liegt bei rund 24,2 Millionen Euro. „Seitens des Landes erwarten wir einen Zuschuss in Höhe von etwa 5,9 Millionen Euro und seitens der Stadt Ulm rund 4 Millionen Euro“, sagte Stefanie Lepre am Rande der Veranstaltung.

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Schulzentrum hat einen neuen Träger

Wechsel Gestern hat sich der neue Träger des Schulzentrums St. Hildegard vorgestellt. Seit August ist nicht mehr die Kongregation der Franziskanerinnen von Bonlanden der Schulträger. Vielmehr haben die Schwestern die GmbH „Schulzentrum St. Hildegard gemeinnützige GmbH“ gegründet.  Alleiniger Gesellschafter ist der Verein „Franziskanerinnen von Bonlanden – deutsche Provinz“.

Verwaltung Geschäftsführer sind indes die jetzige Schulleiterin Dr. Stefanie Lepre (pädagogische Geschäftsführerin) sowie Hans-Peter Staiber (kaufmännischer Geschäftsführer).

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