Bildung Schulversuch ohne Noten auswerten

Stuttgart/Ulm / cst 04.01.2018
Der Ulmer Landtagsabgeordnete kritisiert Kultusministerin Susanne Eisenmann.

„Die betroffenen Schulen sind ganz offensichtlich anderer Meinung als die Kultusministerin, sonst würden sie den Versuch und den damit verbundenen Mehraufwand nicht mit so überwältigender Mehrheit weiterführen wollen“, sagt der Ulmer SPD-Landtagsabgeordnete Martin Rivoir. Schließlich werde in der Antwort von Kultusministerin Susanne Eisenmann auf eine Anfrage der SPD-Landtagsfraktion deutlich, dass sich 9 von den 10 beteiligten Schulen für eine Weiterführung des Schulversuchs aussprechen. Wie berichtet hat die Ministerin das Projekt „Grundschule ohne Noten“, an dem auch die Regenbogenschule aus Wiblingen teilgenommen hat, bereits beendet.

Diesen Entschluss kritisiert Rivoir: „Die positiven Rückmeldungen der am Schulversuch beteiligten Schulen scheinen die CDU-Kultusministerin überhaupt nicht zu interessieren; Frau Eisenmann hat bildungspolitisch schon längst den Rückwärtsgang eingelegt und da passen Noten wohl besser ins Bild als eine differenzierte Leistungsrückmeldung.“ Deshalb fordert Rivoir die Landesregierung auf, die Ergebnisse aus dem Schulversuch doch noch „strukturiert zu erheben“.

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