Die Schul-Rochade am Eselsberg hat die erste Hürde genommen. Der Fachbereichsausschuss Bildung und Soziales des Gemeinderats hat die Pläne auf den Weg gebracht, dass 2020 ein Architekten-Wettbewerb stattfinden kann.

Groß angelegter Gebäudetausch

Wie berichtet, soll es einen groß angelegten Gebäudetausch geben: Die Hans-Multscher- und die Hans-Zulliger-Schule (die sich bislang ein Schulhaus am Mähriger Weg teilen) ziehen in die bisherige Adalbert-Stifter-Gemeinschaftsschule am Ruländerweg. Die beiden brauchen mehr Platz, auch weil die sonderpädagogische Zulliger-Schule seit dem laufenden Jahr eine Sekundarstufe aufbaut. Die Kosten für den nötigen Umbau am Ruländerweg betragen nach ersten Schätzungen der Verwaltung 7,6 Millionen Euro.

Für die Stifter-Schule soll im Gegenzug auf dem weitläufigen bisherigen Multscher-/Zulliger-Gelände ein Neubau entstehen, der den modernen Anforderungen der zweizügigen Gemeinschaftsschule gerecht wird. Die Investitionskosten liegen bei rund 30 Millionen Euro.

Laut Isabell Herrmann von der Abteilung Bildung und Sport  sieht das komplexe Rochade-Konzept vor, dass zunächst – von  2023 bis 2025 – die neue Stifter-Schule am Mähringer Weg gebaut wird. Dann folgt der Umbau der alten Schule am Ruländerweg, damit Multscher- und Zulliger-Schule einziehen können. Zuletzt kann dann das alte Gebäude am Mähringer Weg abgerissen werden. Diese Lösung hat den Vorteil, dass keine Provisorien nötig sind.

Konzept findet Zustimmung

Die Leiter aller drei Schulen sind mit den Vorschlägen hochzufrieden, und auch die Stadträte begrüßen das Konzept einhellig. Auf Antrag der CDU/UfA-Fraktion wurde aber beschlossen, dass das Raumprogramm für den Neubau der Stifter-Schule in der nächsten Sitzung der AG Baustandards noch geprüft und gegebenenfalls angepasst werden soll. Die Arbeitsgemeinschaft wird sich Mitte Januar treffen, so dass es zu keinen weiteren Verzögerungen kommt. Das war den Räten wichtig.

Die sonderpädagogische Hans-Zulliger-Schule wird nach dem Umzug überdies eigenständig werden, was auch im Zusammenhang mit dem Aufbau der Sekundarstufe steht. Schulleiter Simon Schilling machte deutlich, dass das der Inklusion keinen Abbruch tue und der Übergang für Kinder und Jugendliche in Regelschulen weiterhin möglich sei. Ein Umzug stelle die Zulliger-Schüler vor keine  Probleme, „da sie ohnehin gefahren werden, weil unsere Schüler aus dem ganzen Stadtgebiet kommen“.