Schülerzeitungen: Preis für junge Redakteurin

Harriett Hanekamp: Schülerzeitungs-Profi und acht9- Redakteurin.
Harriett Hanekamp: Schülerzeitungs-Profi und acht9- Redakteurin.
SWP 10.08.2012
Über "Wir lesen" ist Harriet Hanekamp zum Praktikum bei der SÜDWEST PRESSE gekommen. Als Chefredakteurin der Schülerzeitung "SCHUBartLADE" wurde sie jetzt ausgezeichnet.

"Beziehung 2.0: XOXO ich küsse dich :*" - so lautete die Überschrift eines Artikels, den Harriet Hanekamp für die Schülerzeitung des Schubart-Gymnasiums geschrieben hat. Dafür wurde sie nun beim deutschen Schülerzeitungswettbewerb ausgezeichnet. Sie erreichte den siebten Platz in der Kategorie "Sonderthema".

Es war nach mehr als drei Jahren Pause die erste Auflage einer Schülerzeitung am Schubart. Dass die "SCHUBartLADE" schon so erfolgreich werden würde, hätte sich die 16-jährige Chefredakteurin nicht träumen lassen: "Ich war schon stolz auf mich, als ich die Urkunde dann in der Hand hielt und ich sah, dass sich die Arbeit gelohnt hat." Denn es war kein leichter Job: "Die Finanzierung muss erst mal stehen, dann müssen die Artikel rechtzeitig fertig sein, und das Layout muss auch gemacht werden, die richtige Druckerei darf natürlich auch nicht fehlen. Da kommt schon ziemlich viel zusammen", sagt Harriet.

Zwei Ausgaben hat es bisher gegeben, fast alle Exemplare wurden verkauft. "Und wir bekommen immer mehr Anfragen zum Mitgestalten", sagt Harriet. Das war nicht immer so: Zu Beginn des Schuljahrs herrschte eine Flaute: "Niemand war wirklich bei der Sache, und die wenigen Schüler, die sich gemeldet hatten, verloren das Interesse. Das ist schade. Eine Schülerzeitung gehört zur Schule einfach dazu."

Journalistische Erfahrung hat Harriett als Praktikantin der SÜDWEST PRESSE gesammelt. Seither arbeitet sie an der Jugendseite acht9 mit. Auch an der Sonderausgabe "60 Jahre Baden-Württemberg" war die 16-Jährige beteiligt.

Im September verlässt Harriett das Schubart. Sie ist sich aber sicher, dass die SCHUBartLADE weiterlebt: "Eine Ausgabe werde ich auf jeden Fall noch betreuen, schließlich kann ich mein Baby nicht einfach so weggeben!"