In diesen Tagen jährt sich einmal wieder die Erinnerung an eines der schrecklichsten Kapitel der deutschen Geschichte: den Holocaust. Dabei haben viele junge Menschen nicht einmal mehr Großeltern, die dieses Kapitel noch selbst miterlebt haben. So wundert es einen kaum, dass laut einer CNN-Studie über Antisemitismus viele junge Deutsche nichts oder nur sehr wenig über den Holocaust wissen.

Soziales Engagement

Die Ausstellung „Jüdische Lebenswelten in Deutschland heute“ will einen Beitrag dazu leisten, dass die schrecklichen Verbrechen des Nationalsozialismus nicht in Vergessenheit geraten. Diese  Ausstellung war kürzlich am Schubart-Gymnasium in Ulm zu sehen.

Auf der einen Seite wirft sie einen Blick auf die Geschichte des Judentums in Deutschland sowohl vor als auch während des Nationalsozialismus. Auf der anderen Seite werden junge jüdische Menschen, die aktuell in Deutschland leben, mit ihren individuellen Lebensläufen dargestellt. Diese zeigen, wie vielfältig jüdisches Leben in Deutschland heute wieder ist.

Kritik an der Gesellschaft

Vor allem werden die sozialen und politischen Engagements der jungen Menschen vorgestellt, wie zum Beispiel die des Künstler-Kollektivs „Migrantas”. Seit 2004 setzt sich das Duo mit Themen wie Migration, Identität und interkulturellem Dialog auseinander. Dabei äußern die jungen jüdischen Menschen immer wieder Kritik an der deutschen Gesellschaft, über die Unwissenheit und die Vorurteile gegenüber Migranten und Juden.

Die Ausstellung bildet damit einen Gegenpol gegen die Forderungen vor allem von rechten Populisten, die immer wieder fordern, die Vergangenheit doch endlich ruhen zu lassen. Dabei ist es doch gerade wichtig, dieses Wissen aufrechtzuerhalten, damit sich Verbrechen wie der Holocaust nicht wiederholen können.