Neubau Wohncampus am Allgäuer Ring offiziell eröffnet

Alexander Orthmann (rechts) neben Patricia Horntasch und Sabine Orthmann bei der Eröffnungsfeier des Uni Apart Wohncampus am Allgäuer Ring.
Alexander Orthmann (rechts) neben Patricia Horntasch und Sabine Orthmann bei der Eröffnungsfeier des Uni Apart Wohncampus am Allgäuer Ring. © Foto: Lars Schwerdtfeger
Neu-Ulm / Von Edwin Ruschitzka 06.06.2018
Der Wohncampus am Allgäuer Ring ist offiziell eröffnet worden. Von den 260 angebotenen Zimmern sind noch 80 zu haben.

So lässt es sich als Student in Neu-Ulm ganz gut leben: Die 260 Apartments in den drei großen Blöcken am Allgäuer Ring sind allesamt voll möbliert. Schick sehen sie aus, die vielen Zimmer, die zwischen 22,5 und 36 Quadratmeter groß sind. Dazu gibt es diverse Aufenthalts- und Seminarräume, auch Fitnessräume. Sogar Tiefgaragenplätze sind im Angebot. Wer dort eingezogen ist, und das sind mittlerweile schon rund 180 junge in Ulm und Neu-Ulm studierende Menschen, braucht allerdings finanzkräftige Eltern im Hintergrund. Denn ganz billig sind die Wohnungen nicht. Inklusive aller Nebenkosten beträgt die Miete zwischen 469 und 569 Euro Euro, ohne Tiefgaragenplatz allerdings.

Bau

Von September 2016 bis März 2018 hat die Firma Uni Apart aus Ingolstadt die Anlage in nur eineinhalb Jahren hochgezogen. Gleich nebenan ist zudem zeitgleich das neue B&B-Hotel entstanden. Just auf dem Gelände also, auf dem über Jahrzehnte das alte Ringhotel zu finden war. Das wurde in den 90er Jahren abgerissen. Aber die Pläne, dort ein Behördenzentrum anzusiedeln, ließen sich für den einstigen Eigentümer, die Neu-Ulmer Baufirma Trucksäß, nicht verwirklichen. Also lag das Grundstück etwa 25 Jahre lang brach.

Weiterer Bedarf

Am Mittwoch nun fand die feierliche Eröffnung der Studentenwohnanlage an der Memminger Straße statt. Alexander Orthmann, Geschäftsführer und Inhaber von Uni Apart, lobte den seiner Meinung nach hervorragenden Standort am Rand der Neu-Ulmer Innenstadt. Und er kündigte an, gleich in der direkten Umgebung weiter tätig werden zu wollen.

Den genauen Standort wollte er nicht preisgeben. Dem Vernehmen nach handelt es sich dabei um ein 2500 Quadratmeter großes und brach liegendes Gewerbegrundstück in dem Teil der Turmstraße, der zwischen der Memminger Straße und der Bundesfestungs-Caponniere liegt. Spruchreif ist das offenbar aber noch nicht.

Orthmann, der inzwischen mehr als 1300 Studentenapartments in Ingolstadt, München, Landshut, Bayreuth und jetzt auch Neu-Ulm verwirklicht hat, ist der Überzeugung, dass Neu-Ulm gut weitere Studentenwohnungen vertragen kann. Der Bedarf danach ist seiner Meinung nach in der Stadt noch längst noch nicht gestillt.

Das Erfolgsmodell

Investoren Es hat nur ein Wochenende gedauert – und alle 260 Studentenwohnungen waren verkauft. Und zwar an private Investoren, die für eine Ein-Zimmer-Wohnung 110 000 Euro auf der hohen Kante hatten. Auf dem normalen Sparbuch ist dieses Geld seit geraumer Zeit nichts mehr wert, wirft also keine Zinsen ab. Ganz anders das Investorenmodell von Uni Apart, das auch andere Wohnbauträger nutzen: Nach Abzug aller Nebenkosten soll der Eigentümer einer Wohnung jährlich etwa 3,8 Prozent seines eingelegten Betrags als Rendite erhalten, sagt Uni-Apart-Geschäftsführer Alexander Orthmann. Kein Wunder, dass sich viele über die Sparkassen Neu-Ulm/Illertissen, Günzburg und Memmingen/Lindau/Mindelheim für dieses Geschäftsmodel entschieden haben.

Auslastung Dieses Modell funktioniert nur, wenn alle Wohnungen vermietet sind. An der Memminger Straße ist das noch nicht der Fall. Von den 260 Wohnungen sind noch 80 frei. Denn die ersten Studenten sind gerade erst zum Sommersemester eingezogen.

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