Hochschule Schnellere Analyse der Befunde

Neu-Ulm / swp 04.12.2018

Wie kann die Befundanalyse bei Tumoroperationen im Gehirn dank digitaler Methoden effizienter und zielgerichteter gestaltet werden? Mit dieser Frage beschäftigen sich die Professoren Walter Swoboda, Klaus Lang und Manfred Plechaty von der Hochschule Neu-Ulm (HNU). Ihr Projekt wird in den kommenden drei Jahren im Rahmen des bayerischen Forschungsförderungsprogramms für Hochschulen für angewandte Wissenschaften mit 250 000 Euro unterstützt.

Bisher unterscheidet der Mediziner während der Operation am Gehirn nach Augenschein zwischen gesundem und vom Tumor befallenem Gewebe. So genannte Schnellschnitte und eine anschließende Biopsie des entnommenen Gewebes ermöglichen dem hinzugezogenen Pathologen die Auswertung. Das Ergebnis wird im späteren Verlauf der OP bekannt und ist oft entscheidend für den Erfolg. Das Verfahren erfordert allerdings einen hohen personellen und zeitlichen Aufwand. Beim Projekt „Digitale Geschäftsprozesse der Medizin“ indes werden die HNU-Professoren mit einem Fluoreszenz-Mikroskop arbeiten, um hochauflösende Bilder vom Gewebe bereits während der OP zu erhalten. In Zusammenarbeit mit der Wirtschaft und dem Institut für Pathologie der Technischen Uni München (TUM) erarbeiten die Professoren einen einsatzbereiten Prototypen für die digitale Biopsie, der auch auf andere Prozesse in Kliniken anwendbar ist.

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