Der 29. Februar wird für die meisten wohl genauso vergehen, wie alle anderen Tage, auch wenn er nur in Schaltjahren ansteht. Doch Zehntausende Menschen in Deutschland können nach vier Jahren endlich wieder an ihrem wirklichen Geburtstag feiern - und müssen nicht auf den 28. Februar oder 1. März ausweichen.

In welchen Jahren gibt es einen 29. Februar?

Das Grundprinzip: in allen Jahren, die durch vier teilbar sind. 2020 ist ein Schaltjahr, wie auch 2016 und 2012 welche waren. Allerdings gilt das nicht in Jahren, die zugleich durch 100 teilbar sind. Daher hatten die Jahre 1800 und 1900 keinen 29. Februar, genauso wenig wird 2100 einen haben. Doch keine Regel ohne Ausnahme: Ist das Jahr durch 400 teilbar, gibt es wieder einen 29. Februar - so wie im Jahr 2000.

Warum sind die Schaltjahre so kompliziert geregelt?

Ganz einfach: weil die Erde eben nicht in exakt 365 Tagen die Sonne umrundet, sondern in 365 Tagen, fünf Stunden und fast 49 Minuten. Damit dieses sogenannte Tropische Jahr möglichst mit dem Kalenderjahr übereinstimmt, wird (mit Ausnahmen) alle vier Jahre ein 366. Tag eingefügt. Würde man das unterlassen, dann fiele Weihnachten irgendwann in den Hochsommer. Doch trotz der komplizierten Berechnung hinkt das Kalenderjahr im Schnitt immer noch 27 Sekunden hinterher. Das summiert sich und heißt: In einigen Jahrhunderten wird wohl ein Mal ein weiterer zusätzlicher Tag nötig sein.

Ein Geburtstag am 29. Februar ist sehr unwahrscheinlich

Zumindest was das Datum angeht. Die Chancen, an einem 29. Februar geboren zu werden, liegen bei etwa 1 zu 1461. Viermal wahrscheinlicher - also 4 zu 1461 - passiert das an einem anderen Datum. Um solche Zahlenspielereien schert sich die norwegische Familie Henriksen aber nicht: In allen drei Schaltjahren in den 1960ern wuchs sie an einem 29. Februar an - die Geschwister Heidi (1960), Olav (1964) und Leif-Martin (1968) erblickten jeweils im Abstand von vier Jahren das Licht der Welt. Derselbe Coup gelang später den Amerikanern David und Louise Estes mit Xavier (2000), Remington (2004) und Jade (2008), jeweils dazwischen hatte das Paar noch zwei weitere Kinder.

Diese Promis haben nur alle vier Jahre Geburtstag

Das wohl bedeutendste Geburtstagskind ist Gioacchino Rossini. Der 1792 in Pesaro geborene italienische Komponist schuf Klassiker der Komischen Oper wie den „Barbier von Sevilla“. Im Alter von 37 Jahren und einem Werk von 39 beendet er seine Karriere, 40 Jahre später starb er. Zu den noch lebenden Schaltjahr-Berühmtheiten gehören die Schriftsteller Martin Suter und Benedict Wells, Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez sowie Fußballer Benedikt Höwedes und Model Lena Gercke.

Warum ist es der 29. Februar und nicht der 32. Dezember?

Der Ursprung dafür liegt in der Antike. Im Alten Rom endete das Jahr lange Zeit tatsächlich im Februar, während es mit dem Martius (März) begann. Unser heutiger zwölfter Monat war der zehnte, daher heißt er auch Dezember (vom lateinischen Wort „decem“, „zehn“). Das römische Jahr zählte über Jahrhunderte 355 Tage; jedes zweite Jahr wurde ein ganzer Schaltmonat hinter den Februar gesetzt, um den Kalender dem Sonnenstand anzugleichen. Roms Herrscher Julius Caesar beendete dann 46 vor Christus dieses Prozedere und führte längere Monate und nur noch einen einzigen Extratag alle vier Jahre ein. Dieser lag weiter Ende Februar, obwohl mit der Julianischen Kalenderreform der Jahresanfang endgültig auf den 1. Januar sprang.

In diesen Ulmer Clubs finden Schaltjahrs-Partys statt

Im Club Frau Berger in der Ehinger Straße findet am Samstag eine Schaltjahrsparty statt. Unter dem Motto „Ulm spielt verrückt“ legt DJ Radaumeister AGE einen Mix aus Rock, Pop und Hip Hop auf. Diese Party finde nur alle 28 Jahre statt, weil nur dann der 29. Februar auf einen Samstag falle. Los geht’s um 23 Uhr.

Wer zu Techno und Techhouse abgehen möchte, kann am Samstag in den Club Action gehen. Dort findet ab 21:30 Uhr der „Elec-Trigger’s Schaltjahr Rave“ statt.