Gerlenhofen Sanierung oder doch kompletter Neubau?

Gerlenhofen / EDWIN RUSCHITZKA 19.04.2016
Abbruch und Neubau? Oder doch eine Sanierung? Wie es mit der Sporthalle in Gerlenhofen weitergeht, soll im Oktober entschieden werden.

Die Sporthalle in Gerlenhofen ist in die Jahre gekommen. Die Frage, was mit ihr geschieht, soll aber erst zu den Haushaltsberatungen im Oktober dieses Jahres geklärt werden. Das hat Stadtbaudirektor Markus Krämer als Antwort auf eine Anfrage der CSU-Fraktion geschrieben. Das Thema soll auch am Donnerstag, 21. April, im Fachausschuss für Hochbau und Bauordnung beraten werden.

Die CSU-Fraktion hatte die Verwaltung Anfang März darum gebeten, einen Bericht abzugeben. Darin solle sie Aussagen bezüglich einer Teilsanierung, einer Vollsanierung und einem Neubau der Halle machen. Dem ist Krämer nun nachgekommen. Seiner kurzen schriftlichen Stellungnahme ist zu entnehmen, dass eine Teilsanierung 3,9 Millionen Euro kosten würde. Nur die Gebäudehülle und die Hallentechnik würden dabei saniert werden. Ins Innere der Halle werde nur minimal eingegriffen. Nur die Küche und der WC-Bereich könnten dann verändert werden.

Die Generalsanierung soll fast 5,1 Millionen Euro teuer sein. Zusätzlich zu den Maßnahmen aus der Teilsanierung könnten dann die Bodenbeläge und das Flachdach erneuert werden. Letzteres könnte begrünt werden und sogar eine Photovoltaik-Anlage erhalten. Erneuert würde dann auch die Ausstattung mit Schränken, Möbeln, Bühnenpodesten, Kegelbahnen und eingebauten Sportgeräten.

Ein Hallenneubau soll laut Krämer 5,85 Millionen Euro teuer sein. Möglich sei ein zweigeschossiger Neubau beim Sportplatz am Musikerweg mit Räumen für die Kegler und die Schützen und einer Mehrzweckhalle mit variablem Bühnenbereich im Erdgeschoss. Sollte die Halle an diesen Standort verlegt werden, könnte man das freiwerdende Grundstück zu einem Wohngebiet umwandeln. Die Größe des Grundstücks beträgt einschließlich der Parkplätze und der Außenanlage 7400 Quadratmeter.

Alle von Krämer gemachten Angaben sind nicht neu, sie beziehen sich auf Erhebungen im Jahr 2014. Auf weitergehende Fragen der CSU-Fraktion ist Krämer in der Sitzungsvorlage nicht eingegangen. Die CSU wollte wissen, welche Auswirkungen eine Sanierung auf den Sportbetrieb hätte. "Wir hätten uns gefreut, wenn die Angaben der Verwaltung etwas präziser gewesen wären, weil die Vereine schon Sicherheit brauchen", sagte am Montag CSU-Fraktionschef Johannes Stingl auf Anfrage. Im Oktober müssten dann aber alle Fragen beantwortet werden.

Stingl erklärte auch, dass die CSU wohl in Richtung Neubau der Halle tendiere. Diese Lösung würde den Sportbetrieb nicht tangieren und sie hätte den Charme, dass man mitten im Ort Bauplätze für ein kleines Wohngebiet schaffen und verkaufen könnte. Bei allen Lösungen, betonte Stingl, habe die CSU-Fraktion immer auch die finanziellen Auswirkungen auf die Neu-Ulmer Stadtkasse im Blick.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel