Industrie Sägewerk wird nicht neu aufgebaut

Ulm / cmy 13.02.2018

Das Ende Juni vergangenen Jahres nach einem Brand stillgelegte Säge- und Holzwerk „Gaiser und Söhne“ wird nicht neu aufgebaut. Das teilt der Eigentümer, die Schwenk-Zementgruppe, auf Anfrage mit. Mit allen acht Mitarbeitern seien Aufhebungsverträge geschlossen worden, sagt Schwenk-Unternehmenssprecher Stefan Renz.  „Die Firma Gaiser hat die Beschäftigten zudem intensiv bei der Suche nach einem neuen Arbeitsplatz unterstützt. Sie haben einen neuen Arbeitsplatz oder sind noch in der Aufhebungsphase.“

Nach dem in den vergangenen Monaten erfolgten Komplett­abriss der in der Ulmer Weststadt zwischen Blaubeurer Straße und Blau gelegenen ehemaligen Produktionsstätte plane man nun eine neue Nutzung des Geländes, sagte Renz weiter. Vorgesehen sei ein Hallenneubau noch in diesem Jahr. Das gesamte Areal solle anschließend vermietet werden, an wen oder an welche Branche sei zum jetzigen Zeitpunkt aber noch völlig offen.

Das mit tausenden Holzstämmen, Latten und Brettern belegte Sägewerk war in der Nacht auf den 28. Juni 2017 abgebrannt, Sachschaden: 1,5 Millionen Euro.  Die Untersuchungen zur Brandursache hatten sich über Monate hingezogen, bis schließlich zweifelsfrei feststand: Es war ein technischer Defekt.

2013 hatte die damalige Eigentümerfirma Kaspar Gaiser und Söhne das Werk an die in unmittelbarer Nachbarschaft liegende Schwenk-Zementgruppe verkauft – ohne dass sich der Zementriese deshalb um das operative Geschäft kümmerte. Gaiser arbeitete eigenständig weiter, die zuletzt umgesetzte Jahresmenge lag bei rund 4000 Kubikmetern Holz.

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