Das Landgericht Ulm hat über eine Anklage der Staatsanwaltschaft Ulm gegen einen heute 47-jährigen Angeklagten zu entscheiden.

Ulm: Fahrerflucht nach Kollision mit Motorroller

Der damals 44-jährige Angeklagte soll im Oktober 2017 mit seinem PKW die B28 von Wennenden kommend in Richtung Blaubeuren befahren haben. Auf Höhe der Abzweigung in Richtung Seißen soll er eine Kurve geschnitten haben und hierbei auf den Linksabbiegestreifen der Gegenfahrbahn geraten sein. Dort soll er frontal mit einem Motorroller kollidiert sein.

Rollerfahrerin erheblich verletzt

Infolge des Zusammenstoßes soll die Fahrerin des Motorrollers erheblich verletzt worden sein. Der Angeklagte soll nach dem Zusammenstoß weitergefahren sein, ohne sich um die Rollerfahrerin zu kümmern. Hierbei soll ihm bewusst gewesen sein, dass ein derartiger Zusammenstoß auch tödliche Verletzungen zur Folge hätte haben können.

Die Anklagepunkte gegen den 47-Jährigen

Rechtlich vorgeworfen wird dem Angeklagten:

  • vorsätzliche Gefährdung des Straßenverkehrs
  • in Tateinheit mit fahrlässiger Körperverletzung
  • und unerlaubtes Entfernen vom Unfallort
  • in Tateinheit mit versuchtem Mord durch Unterlassen.

Prozessbeginn ist am 18. Dezember 2019.