Ulm RKU zahlt 1,8 Millionen Euro Abfindungen

Ulm / SWP 05.03.2013
Nach zähen Verhandlungen zwischen Betriebsrat und Geschäftsführung am RKU steht der Sozialplan: Die 60 Mitarbeiter erhalten Abfindungen. Das ist das Ergebnis langer Verhandlungen, die noch am vergangenen Freitag auf der Kippe standen, wie der Betriebsratsvorsitzende Edwin Zell schildert.

Die 60 RKU-Mitarbeiter werden demnach über einen Sozialplan in Höhe von 1,8 Millionen Euro abgefunden. Enthalten sind darin die Regelabfindungen sowie ein Fonds, "mit dem soziale Härtefälle gemildert werden sollen", heißt es in einer Pressemitteilung der RKU-Geschäftsführung. Wie berichtet, hatte Dr. Uwe Gretscher, RKU-Geschäftsführer und Generalbevollmächtiger der Sana-Kliniken AG Region Südwest, im vergangenen Frühjahr verkündet, die hauseigene Küche zu schließen, 75 Stellen zu streichen und dadurch 800 000 Euro pro Jahr einzusparen. Betroffen von den Plänen waren hauptsächlich Frauen, die in der Küche, der Cafeteria, im Service, in der Hauswirtschaft gearbeitet haben - außerdem Mitarbeiter der Haustechnik.

Zell wertet das Ergebnis als Erfolg, "wenngleich wir mit anderen Zielen in die Verhandlungen gegangen sind, vor allem vor dem Hintergrund, dass das RKU wirtschaftlich sehr gut dasteht." Die 60 Mitarbeiter werden pro Beschäftigungsjahr eine Abfindung in Höhe von 1,13 Monatsgehältern erhalten. Elf schwerbehinderte Frauen werden zusätzlich mit je 3000 Euro abgefunden, 35 Mitarbeiter mit Kindern bekommen pro Kind 2000 Euro vergütet. 15 Mitarbeiter sind entweder im Haus versetzt worden oder haben außerhalb eine Stelle gefunden.

RKU-Mitgeschäftsführer Matthias Gruber spricht von einer "einstimmigen Entscheidung von Arbeitgeber und Betriebsrat unter richterlicher Leitung". Dies unterstreiche die Ausgewogenheit. Das RKU habe "die notwendigen Personalanpassungen so sozialverträglich wie möglich gestaltet".