Neubau Richtfest im Science Park III

Vom Startup zum Unternehmen: Richtfest für die neue Halle der Firma „Naturspeicher“ im Science Park.
Vom Startup zum Unternehmen: Richtfest für die neue Halle der Firma „Naturspeicher“ im Science Park. © Foto: Volkmar Könneke
Ulm / Christoph Mayer 30.07.2018

Richtfest im noch jungfräulichen Science Park III jenseits des Berliner Rings: In der Max-Born-Straße baut das Ulmer Unternehmen  „Naturspeicher“ eine 45 mal 25 Meter große Fertigungs- und Entwicklungshalle  inklusive Verwaltungsgebäude. „Was vor fünf Jahren zu Dritt in einem angemieteten Büro begann, findet hier seinen vorläufigen Höhepunkt“, sagte Geschäftsführer Alexander Schechner anlässlich der Feier und strahlte. „Nun bekommen wir eine Heimat.“

Enormer Wachstumskurs

Mit „wir“ sind 47 Mitarbeiter gemeint, was verdeutlicht: Das Unternehmen hat einen enormen Wachstumskurs hingelegt. Das hat mit der Branche zu tun, in der es agiert: regenerative Energien. Für den geplanten Naturstromspeicher Gaildorf (siehe Info) – er wird auch als weltweit erste „Wasserbatterie“ bezeichnet – sollen erstmals spezielle Druckrohre aus Polyethylen mit etwa zwei Metern Durchmesser eingesetzt werden. Sie verbinden die Windräder am Berg mit dem Pumpspeicherkraftwerk im Tal und gelten als Novum, weil mit ihnen eine neue Verlegetechnik möglich ist.

Die Rohrsegmente werden in Ulm hergestellt. Die Firma „Naturspeicher“ will sie unter dem Namen „Ecopipe“ weltweit vertreiben. Der Neubau soll im Spätsommer fertig werden, im Herbst soll die Produktion starten.

„Naturspeicher“ ist eine Beteiligung der Firmengruppe Max Bögl. Mit einem Jahresumsatz von rund 1,7 Milliarden Euro zählt Bögl zu den Riesen der deutschen Bauindustrie.

Projekt in Gaildorf geht 2019 in Betrieb

Bauvorhaben  Der Naturstromspeicher Gaildorf ist ein im Bau befindliches Energieprojekt, bei dem ein Windpark mit einem Pumpspeicherkraftwerk kombiniert wird. Die Windkraftanlagen wurden bereits 2017 in Betrieb genommen. Das Pumpspeicherwerk soll 2019 folgen. Die Projektkosten sind mit 75 Millionen Euro angesetzt. Finanzier ist im Wesentlichen die Max Bögl Firmengruppe.

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