Aufruf Resolution für Respekt und Toleranz

Ulm / ruk 09.11.2018

80 Jahre ist es her, dass in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 in ganz Deutschland Synagogen brannten und die jüdische Bevölkerung Terror, Demütigungen und Gewalt ausgesetzt war. Angesichts der Vorfälle in den zurückliegenden Monaten, bei denen in Ulm Gebets-
häuser beschädigt wurden, rufen Oberbürgermeister Gunter Czisch und die Fraktionen des Ulmer Gemeinderats in einer gemeinsamen Resolution die Ulmer Bürgerschaft auf, Respekt und Toleranz gegenüber Mitbürgern anderen Glaubens oder Weltanschauung zu zeigen.

Wörtlich heißt es in der Resolution: „In den zurückliegenden Monaten ist es in Ulm mehrfach zu Attacken auf religiöse Stätten gekommen. Das Ulmer Münster war genauso Ziel wie die Synagoge am Weinhof und die Moschee in der Schillerstraße. Volksverhetzende Zeichen, Schmierereien und Sachbeschädigungen an Gebetsorten sind verabscheuungswürdig und können nicht geduldet werden.“

Appell an die Bürger

Der Ulmer Gemeinderat appelliert „im Namen aller Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt, die für einen respektvollen Umgang miteinander und ein tolerantes und friedliches Zusammenleben eintreten, unsere Grundrechte zu verteidigen und unseren Rechtsstaat zu schützen“. Oberbürgermeister Gunter Czisch und der Gemeinderat verurteilen einhellig „jegliche Angriffe auf diesen guten und bewährten Konsens in der Stadt­­gesellschaft. Wir erklären unsere vorbehaltlose Solidarität mit allen Angegriffenen jeder Religion und Weltanschauung.“

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