Neu-Ulm Rentenfonds kauft Glacis-Galerie

Neu-Ulm / EDWIN RUSCHITZKA 06.10.2015
Die Glacis-Galerie in Neu-Ulm ist verkauft: Eigentümer ist das Immobilien-Verwaltungsunternehmen CBRE. Dahinter steckt ein Rentenfonds in Holland.
Erste Hinweise gab es schon im Juli dieses Jahres, jetzt wurde das Geschäft unter Dach und Fach gebracht: Die beiden Investoren, die Procom aus Hamburg und die OFB-Projektentwicklung, die Immobilientochter der Hessisch-Thüringischen Landesbank, haben das 28.000 Quadratmeter große Einkaufszentrum in Neu-Ulm an CBRE Global Investors verkauft. Das weltweit agierende Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Los Angeles, aber auch eine deutsche Tochter in Frankfurt.

Der Kaufpreis, so die Procom und die OFB am Montag in einer Pressemitteilung, liegt bei rund 145 Millionen Euro. Bei einer Gesamtinvestition in Höhe von 130 Millionen Euro liegt die Rendite bei 15 Millionen, also etwas über 11,5 Prozent. Das, so der Procom-Geschäftsführer Denis Barth, sei ein branchenüblicher Gewinn, der anvisiert und auch erzielt worden sei.

Die CBRE Global Investors sind als Immobilien-Verwaltungsunternehmen weltweit tätig. Das Unternehmen beschäftigt 52.000 Mitarbeiter in 370 Büros und verwaltet ein Immobilienvermögen in Höhe von 88,4 Milliarden Dollar. Geldgeber für den Kauf der Glacis-Galerie soll nach Informationen unserer Redaktion allerdings die niederländische ING Bank sein, genauer deren Rentenversicherungstochter, die so genannte NN Group.

Nichts geändert hat sich an der Tatsache, dass die Glacis-Galerie weiter vom Hamburger Unternehmen ECE Projektmanagement geführt wird. Es betreibt derzeit mehr als 180 Einkaufszentren mit einer Gesamtverkaufsfläche von 6 Millionen Quadratmetern. Wie hoch die Auslastung derzeit in Neu-Ulm ist, ließ sich am Montag nicht in Erfahrung bringen. Centermanager Alexandru Gavriliu war nicht zu erreichen, ansonsten sah sich niemand in der Glacis-Galerie im Stande, dazu Auskünfte zu geben. Im Juli dieses Jahres waren noch 13 Verkaufsflächen nicht bezogen. Danach belegte die Thalia-Buchhandlung eine größere Fläche.

Unklar ist auch, wer nach dem Verkauf für die angekündigten Verbesserungsarbeiten an der Glacis-Galerie zuständig ist. Procom-Geschäftsführer Barth hatte kurz nach der Eröffnung angekündigt, die Eingangsbereiche behindertenfreundlicher gestalten zu wollen. Diesbezüglich hatte es Kritik gegeben.

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