Am Freitag war der diesjährige „Red Hand Day“, der internationale Tag gegen den Einsatz von Kindersoldaten. An diesem Tag werden rote Handabdrücke auf der ganzen Welt gesammelt, um Aufmerksamkeit auf die schwierige Kinderrechtslage in Bezug auf Kindersoldaten überall auf der Welt zu generieren.

Schülerinnen setzen ein Zeichen

Wir, die Schülermitverantwortung (SMV) der Realschule St. Hildegard in Ulm, wollten dieses Jahr als Schulgemeinschaft auch unsere Hände erheben und ein Zeichen gegen den Einsatz von Kindern in bewaffneten Konflikten setzen und uns für die Bestrafung der Verantwortlichen stark machen. Damit möchten wir erreichen, dass Hilfsprogramme mehr ausgebaut und unterstützt werden, damit der Waffenexport in den Hauptkonfliktgebieten wie dem Sudan, Somalia und Zentralafrika, in welchen Kindersoldaten eingesetzt werden, gestoppt wird.

150 Schülerinnen machen mit

Dafür sammelten wir rote Handabdrücke der Schülerinnen von Klasse fünf bis einschließlich zehn. Insgesamt beteiligten sich trotz der Phase des aktuellen Homeschoolings 150 Schülerinnen an dieser Aktion und stellten ihr Engagement gegen schwierige Kinderrechtssituationen und Menschenhandel unter Beweis. Dadurch erhoffen wir uns, euch ermutigen zu können, selbst zu diesem Thema Stellung zu nehmen und eure Hand zu erheben oder das Kinderhilfswerk Unicef, welches auch zu diesem Thema eine Spendenaktion ins Leben gerufen hat, zu unterstützen.

Aufmerksamkeit durch Handabdrücke


Den „Red Hand Day“, den internationalen Gedenktag an das Schicksal von Kindersoldaten, gibt es schon seit mehr als 15 Jahren, er wird immer am 12. Februar begangen. Zu den Unterstützern gehören zum Beispiel Unicef, Terre des Hommes, Pax Christi und World Vision.

Die Forderungen sind: Kein Kind unter 18 Jahren darf in Armeen, bewaffneten Gruppen oder anderen militärischen Verbänden eingesetzt oder geschult werden. Außerdem die Bestrafung der Verantwortlichen, Versorgung, Schutz und politisches Asyl für ehemalige Kindersoldatinnen und Kindersoldaten. Die finanzielle Unterstützung für Hilfsprogramme soll ausgebaut werden, Waffenexporte sollen gestoppt und die Friedenserziehung gefördert werden.

Um auf das Thema aufmerksam zu machen, werden rote Handabdrücke gesammelt. Diese kann man auch unter dem Hashtag #redhandday auf sozialen Medien teilen.