Gremium Rat der Religionen zeigt Präsenz

Ulm / Verena Schühly 19.07.2018

Es war eine ungewohnte Position für sie: In der Fußgängerzone stehen und versuchen, Passanten für Gespräche zu gewinnen. „Wir haben unterschiedliche Erfahrungen ge­macht und sind ganz verschiedenen Haltungen zum Thema Religion begegnet“, berichteten die Mitglieder des Ulmer Rats der Religionen gestern nach ihrer Aktion. Zwei Stunden hatten der katholische und der evangelische Dekan, zwei Imame und der Rabbi in der Hirschstraße über das Gremium informiert und sich als Gesprächspartner angeboten. Der 2012 gegründete Rat versteht sich als Beitrag zur Verständigung und zum friedlichen Zusammenleben. Ihm gehören Christen, Muslime und Juden an.

„Wir wollten zeigen, dass es auch ,good news’ aus dem Bereich Religion gibt“, meinte Ratssprecher Volker Bleil. In vielen der Gespräche sei es um Fremdheit und Vertrautheit gegangen. Die beiden Imame Israfil Polat und Samir Haskic waren gefragt beim Thema Islamismus,  und sie versicherten, dass „die große Mehrheit der Muslime friedlich leben will“, so Polat. Das zeige auch das Engagement dreier muslimischer Vereine im Rat der Religionen.

Der katholische Dekan Ulrich Kloos  hat auch ein Lob für die Arbeit des Gremiums bekommen: „Dass man sich kennt, ist eine Voraussetzung für ein gutes Zusammenleben.“ Der Rat überlegt nach seinen Erfahrungen gestern, die Aktion zu wiederholen, meinte Bleil weiter. „Wir wollen Begegnung – und präsenter werden in der Stadt.“

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