Ulm Radfahrer erkunden, wo man in Ulm regional einkaufen kann

In der Schönegger Käse-Alm darf ein Stück Käse zum Probieren natürlich nicht fehlen. Tourenleiter Peter Beckmann (zweiter von rechts) hat den Laden wegen seiner regionalen Produkte ausgesucht.
In der Schönegger Käse-Alm darf ein Stück Käse zum Probieren natürlich nicht fehlen. Tourenleiter Peter Beckmann (zweiter von rechts) hat den Laden wegen seiner regionalen Produkte ausgesucht. © Foto: Lars Schwerdtfeger
Ulm / BIANCA FRIESS 31.05.2016
Käse, Fisch und Trockenfrüchte: Ulm hat viele Läden mit regionaler Ware zu bieten. Oft lässt sich der Einkauf per Rad erledigen, zeigt eine Tour des ADFC.
Ein würziger Geruch liegt in der Luft. Auf der Theke liegen Käselaibe. Teilweise sind das große Räder, manchmal ist auch nur noch eine Ecke übrig: Beim Bärlauch-Käse zum Beispiel geht die Saison gerade zu Ende. Vor der Verkaufstheke hat sich eine kleine Gruppe versammelt. Eine Frau kaut langsam und nickt: Probieren muss in der Schönegger Käse-Alm natürlich sein. Chef Jürgen Ackermann reicht noch ein Stück über die Theke hinüber: „Das ist ein Bergkäse, der ist ein Jahr gereift und besonders würzig“, erklärt er den Leuten, die alle Fahrradhelme tragen.

Der kleine Laden in der Herdbruckerstraße war die erste Station einer Fahrradtour des Kreisverbandes Ulm des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) – dabei drehte sich alles um Lebensmittel: Tourenleiter Peter Beckmann will seinen Radlern zeigen, wo man in Ulm gut einkaufen kann. Und „gut“ heißt für ihn vor allem: regional und qualitativ hochwertig. Die Käse-Alm hat er ausgesucht, weil es hier ein regionales Käseangebot und frische Milch gibt.

Schnell schwingen die Teilnehmer sich wieder auf ihre Räder – sie haben noch einiges vor sich. „In Sachen regionale Lebensmittel hat Ulm viel zu bieten“, sagt der Tourenleiter. Nach dem Käseladen ging es in den Naturkostladen Erdapfel in Söflingen und zu Seeberger mit Kaffee und Trockenfrüchten, auch die Fisch-Manufaktur Lefrank stand auf dem Programm. Und passend zur Erdbeer-Saison war ein Besuch auf dem Erdbeerfeld in Grimmelfingen eingeplant. An zwölf Stationen legte die Gruppe auf ihrer 30 Kilometer langen Tour einen Halt ein.

Fahrradfahren und Essen – das passt zusammen, findet Beckmann. Er möchte das Thema beim ADFC auf jeden Fall wieder aufgreifen. „Denn beim Fahrradfahren ist eine entspannte Lebenshaltung wichtig“, sagt er: „Wir nehmen uns Zeit, da passt auch gutes Essen dazu.“ Und wer fleißig in die Pedale tritt, hat sich schließlich eine Belohnung verdient. Was Beckmann mit seiner Themen-Tour außerdem zeigen möchte: Viele kleinere Einkäufe können mit dem Rad erledigt werden.

Da nickt auch eine Teilnehmerin mit blauer Jacke, die ihren Namen nicht in der Zeitung lesen möchte. Sie war zum ersten Mal beim ADFC dabei. „Mich hat das einfach interessiert“, sagt sie: „Ich kaufe viel Bio und Regionales.“ In der Käse-Alm möchte sie auf jeden Fall noch einen Joghurt mitnehmen. Damit der nicht den ganzen Tag in der Fahrradtasche verbringen muss, war auf dem Rückweg ein zweiter Halt in der Herdbruckerstraße eingeplant.
 

Radeln beim ADFC

Fahrradclub
Der Kreisverband Ulm/Alb-Donau des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) zählt aktuell rund 600 Mitglieder. Der Verband veranstaltet geführte Radtouren, aber zum Beispiel auch Fahrradmärkte und ein Kursprogramm in Zusammenarbeit mit der Ulmer Volkshochschule. Für die Tour „Gut einkaufen“ bietet Tourenleiter Peter Beckmann auch GPS-Daten an, sodass Radler die Strecke auf eigene Faust nachfahren können.

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