Knapp neun Monate nach dem Brandanschlag auf eine türkische Moschee in Ulm müssen sich von Donnerstag ab sechs Männer vor Gericht verantworten. Drei der angeklagten Kurden wird versuchter Mord mit versuchter Brandstiftung zur Last gelegt, wie das Landgericht Ulm mitteilte. Sie sollen aus Protest gegen den Einsatz der türkischen Armee im Syrien-Krieg Molotow-Cocktails gegen das Gebäude geworfen beziehungsweise die Anweisung dazu erteilt haben.

In dem Haus waren außer der Moschee auch Wohnungen, in denen sich zur Tatzeit acht Menschen befanden. Deren Tod sollen die Angeklagten in Kauf genommen haben. Zuvor hatten die sechs Männer aus Syrien und der Türkei der Anklage nach ein Bahngleis besetzt, was einen einfahrenden ICE zur Schnellbremsung zwang. Da zwei von ihnen zum Tatzeitpunkt 18 Jahre alt waren, ist die Jugendkammer zuständig (Aktenzeichen: 3 KLs 241 Js 29178/18).

Das könnte dich auch interessieren: