EBU Protest im Lehrer Tal

Ulm / CAROLIN STÜWE 23.05.2013
Gartenbesitzer aus dem Lehrer Tal wehren sich gegen die Schließung des Gartenabfallplatzes „Ruhetalweg“. Laut EBU rechnet sich dieser nicht.

„Einspruch“ gegen die Schließung des Gartenabfallplatzes Ruhetalweg an der B 10. „Ein Schock für alle Kleingärtner und Hausbesitzer in der ganzen Region, die dann nicht mehr mit ihrem Handwagen die Abfälle auf den Platz bringen können.“ So steht es in einem handgeschriebenen, anonymen Schreiben der „Lehrertaler Bürger“ an die Entsorgungsbetriebe Ulm (EBU).

Dabei ist schon seit gut einem Jahr bekannt, dass der Recyclinghof Örlinger Tal am 30. Juni geschlossen wird, weil dafür kein Platz mehr ist, wenn anstelle des ehemaligen Klinikums Wohnungen gebaut werden. Der Betriebsausschuss Entsorgung des Ulmer Gemeinderats hatte der ersatzlosen Schließung des Recyclinghofes Örlinger Tal zugestimmt.

EBU-Abteilungsleiter Lutz Schönbrodt erklärt, dass der Gartenabfallplatz Ruhetal mit dem Recyclinghof Örlinger Tal zusammenhängt. Der Hauptgrund der Schließung sei aber die schlechte Auslastung. Dort würden nur drei Prozent der Gesamtmenge nichtholziger Grünabfälle im Stadtgebiet gesammelt.

Da die derzeit noch acht Gartenabfallplätze aufgrund schlechter Erfahrungen in der Vergangenheit – es wurden auch Holziges und Müll abgeladen – nur noch unter Aufsicht geöffnet sind, lohne sich der Personalaufwand im Ruhetalweg nicht. Schönbrodt: „Die Personalkosten dort liegen bei 100 Euro pro Tonne Grüngut, der Durchschnittswert bei den übrigen Gartenabfallplätzen beträgt nur 40 Euro pro Tonne.“ Die EBU haben aber, bevor die Schließung beschlossen wurde, versucht, ein oder zwei Hobbygärtner aus der Kleingartenanlage Lehrer Tal zu gewinnen. Hätten diese ehrenamtlich den Grüngutplatz beaufsichtigt, hätte dieser offen bleiben können. „Aber es fand sich niemand.“

Vielmehr drohen die Lehrertaler nun damit, dass sie Widerspruch einlegen wollen – „auf höchster Ebene“. Schönbrodt bleibt unbeeindruckt und empfiehlt: 1. die Gartenabfallplätze Eselsberg und Jungingen, 2. die Biotonne, 3. den Gartenabfallsack für 3,60 Euro, 4. den Grüngut-Abholservice für 25 Euro pro bis zu zwei Kubikmeter Grüngut.

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