Atommüll Protest gegen Debatte um Endlager

Ulm / kö/nid 12.01.2019

„Strahlender Müll: Die Suche nach einem Endlager muss transparent sein“. Unter dieses Motto stellt der BUND eine Aktion in Ulm am nächsten Mittwoch, 16. Januar. Dabei protestieren Aktive des Bunds für Naturschutz im Rahmen einer Veranstaltung des Bundesamts für kerntechnische Entsorgungssicherheit (BfE), das vorausschauend neue Standorte für Endlager mit Atommüll untersuchen möchte. Bei der Veranstaltung in der Donauhalle (wir berichteten bereits) sind aber nur kommunale Vertreter eingeladen. Die Öffentlichkeit und auch Umweltorganisationen haben keinen Zutritt.

Gegen diese aus seiner Sicht fehlende Transparenz protestiert der BUND mit Schildern und Sprechchören. Beginn der Aktion an der Ulmer Donauhalle ist um 8.30 Uhr. Die Naturschützer weisen in einer Mitteilung darauf hin, dass der radioaktive Müll für eine Million Jahre sicher gelagert werden soll – „etwa dreimal so lange wie die Menschheit existiert“.

So lange müsse auch das Endlager dichthalten, in dem der Atommüll verwahrt wird. Die Suche nach entsprechenden unterirdischen Standorten laufe auf Hochtouren: „Doch statt die Öffentlichkeit über alle Schritte zu informieren, findet dies weitgehend im Verborgenen statt.“

Neben Ulm laufen am Mittwoch weitere Veranstaltungen in Frankfurt, Hamburg und Leipzig, um alle Regionen in in Deutschland zu erfassen. Der Austragungsort Ulm wurde nach Worten einer Sprecherin nur wegen der Verkehrsgunst in Süddeutschland gewählt und lasse keine Rück­schlüsse auf ein eventuelles Endlager im Ulmer Umfeld zu. Eine Entscheidung soll erst 2031 fallen. Es steht jedoch bereits außer Zweifel, dass die Geologie der Schwäbischen Alb für ein Atommüll-Lager geeignet wäre, vor allem am Südrand. Es gibt hier auch kein Ausschlusskriterium wie: Erdbeben, ehemals Bergbau, Vulkanismus, Grundwasser im Endlager-Gestein.

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