Ziel ist, die Kooperation zwischen dem Unternehmen und der Uni auszubauen. "Die Stiftung der Juniorprofessur ist ein großer Vertrauensbeweis und zeigt die Wertschätzung der Zusammenarbeit zwischen Daimler und uns", sagt Prof. Klaus Dietmayer, Leiter des Instituts für Mess-, Regel- und Mikrotechnik. In Kürze soll die bundesweite Ausschreibung der Professur erfolgen.

Die Vision vom autonomen Fahren, die die Ulmer Projektgruppen seit gut 15 Jahren voranbringen, bietet dem künftigen Teammitglied einige Herausforderungen. Seit kurzem erweitert ein zweites selbstfahrendes Auto die technologische Infrastruktur des Instituts. Hiermit sollen zukünftig auch kooperative automatisierte Fahrfunktionen wie Reißverschlussverfahren, aber auch ein verbessertes kooperatives Verhalten zwischen automatisierten Fahrzeugen und anderen Verkehrsteilnehmern möglich werden.

Ein noch nicht gelöstes Problem ist das Erkennen und Interpretieren von Gesten. Winkt beispielsweise ein Passant ein Auto an einem Fußgängerüberweg durch, erkennen die heutigen automatisierten Fahrzeuge die Handsignale noch nicht und würden unweigerlich warten. Der neue Juniorprofessor wird sich insbesondere mit Informationsfusion etwa Innenstadtverkehr beschäftigen.