Ehrung Prof. Jelezko mit Landesforschungspreis ausgezeichnet

Quantenoptiker Prof. Fedor Jelezko
Quantenoptiker Prof. Fedor Jelezko © Foto: Uni Ulm
Ulm / ruk 01.12.2016

Zahlreiche Auszeichnungen, Ehrungen und Preise hat Prof. Fedor Jelezko schon erhalten – unter anderem ist der 45-Jährige, der das Institut für Quantenoptik an der Uni Ulm leitet, Mitglied der Heidelberger Akademie der Wissenschaften. Jetzt kommt eine weitere Ehrung hinzu: Wissenschaftsministerin Theresia Bauer wird den Quantenoptiker im Rahmen eines Festakts am kommenden Montag in der Staatsgalerie Stuttgart für seine Grundlagenarbeit mit dem Landesforschungspreis auszeichnen. Der Preis ist mit je 100 000 Euro dotiert.

„Das ist eine sehr große Ehre für mich“, sagte Jelezko am Mittwochnachmittag, als er die Nachricht erhielt. So schön die Auszeichnung auch sei, für ihn und sein gesamtes Team, „sie bringt auch einiges an Verantwortung für die Zukunft mit“. Jelezko denkt dabei schon einen Schritt weiter, an den Transfer von der Grundlagenforschung zur Anwendung, der zum Nutzen der Menschen sein soll. Das Preisgeld werde er genau in diesen Transfer investieren, kündigte er an.

Jelezkos Forschung ist im buchstäblichen Sinne „hochkarätig“: Er hat über Jahre hinweg die besonderen Eigenschaften von Diamanten in der Quantentechnologie erforscht. Die Diamanten, die er einsetzt, sind besonders rein, aber künstlich hergestellt. Mögliche Anwendungsgebiete reichen vom Quantencomputer, der mehrere Berechnungen gleichzeitig und schnell durchführen kann, bis zur extrem sicheren Informationsübertragung. Darüber hinaus können die künstlichen Edelsteine eingesetzt werden, um Sensoren und bildgebende Verfahren zu verbessern – so in der biomedizinischen Forschung und Diagnostik oder in der Photovoltaik-Branche.