Pfuhl Premiere in neuer Halle

Die Nachwuchsturner des TSV Pfuhl waren die ersten, die Barren, Reck und Ringe im neuen Turnzentrum ausprobieren durften. An jedem Tag der Woche herrscht dort Trainingsbetrieb.
Die Nachwuchsturner des TSV Pfuhl waren die ersten, die Barren, Reck und Ringe im neuen Turnzentrum ausprobieren durften. An jedem Tag der Woche herrscht dort Trainingsbetrieb. © Foto: Matthias Kessler
Pfuhl / CHIRIN KOLB 17.06.2015
Auf diesen Tag hat die Turnabteilung des TSV Pfuhl lang gewartet. Am Wochenende konnten die Sportler die marode Turnhalle an der Augsburger Straße endgültig verlassen und in das neue Turnzentrum am Schulzentrum Pfuhl umziehen. „Bestimmt 30 Leute haben mit angepackt“, erzählt Patrick Winter, der Vorsitzende des Fördervereins und selbst Turner. Am Montagnachmittag fand das erste Training statt.

Es war der Nachwuchs, der sich als erstes an den neu angeschafften Barren, Ringen und Reck versuchen durfte, die kleinsten gerade mal fünf Jahre alt. Die Turner sind die größte Abteilung des TSV Pfuhl mit annähernd 400 Aktiven.

Etwa die Hälfte davon sind Cheerleader, die bei Wettkämpfen überaus erfolgreich sind und einen Titel nach dem anderen abräumen. Sie haben im neuen Turnzentrum eine eigene Trainingshalle, an deren Wänden und Fensterfront sich Regale ziehen, auf denen dicht an dicht die Pokale aufgereiht sind. Die verschiedenen Cheerleader-Gruppen waren auf mehrere Hallen verteilt, berichtet die TSV-Vorsitzende Ursula Hörger. Sie seien nun froh, am selben Ort trainieren zu können. Und: „Sie machen in anderen Hallen Kapazitäten frei.“ Die sind in Neu-Ulm derzeit heiß begehrt.

Hörger, Winter und alle anderen Funktionäre und Sportler sind erleichtert, dass der Verein nun ein eigenes, modernes Turnzentrum hat. Rund 2,6 Millionen Euro kostet der Neubau, die Stadt bezuschusst ihn mit bis zu 1,8 Millionen. Hörger und Winter sind sich einig: In der Halle gibt es optimale Trainingsbedingungen. Davon soll auch die erste Mannschaft der Turner profitieren, die aus der 2. Bundesliga abgestiegen ist. „Wir peilen den Wiederaufstieg an“, sagt Winter. Mittelfristig sei das Ziel, sich in der 2. Liga zu etablieren und „regelmäßig eher unter die ersten drei zu kommen“. Auch die Vorsitzende findet: „In dieser Halle zu trainieren, dürfte Motivation genug sein.“

Das Besondere am Turnzentrum ist, dass die Geräte immer stehen bleiben. „Eine reine Turn-Turnhalle, das ist ziemlich einmalig“, sagt Hörger. Außer der großen Halle für die Turner und der kleinen für die Cheerleader gibt es auf der Empore noch Raum für Fitness- oder Gymnastikgruppen. In der Halle herrscht an sieben Tagen in der Woche Trainingsbetrieb.

Beim Bau hat der TSV Wert auf Nachhaltigkeit gelegt und beispielsweise eine Wärmerückgewinnung einbauen lassen, die 30 Prozent des Duschwassers erwärmt. Die Umkleiden und Duschräume sind mit Bewegungsmeldern ausgestattet, um Strom zu sparen.

Die alte Halle wird in den nächsten Tagen vollends geräumt. Sie wird übergangsweise voraussichtlich von den Trampolinspringern des TSV Neu-Ulm genutzt, die derzeit ohne Halle dastehen.

Info
Das Turnzentrum wird am Freitag, 18. September, mit geladenen Gästen offiziell eröffnet. Am Sonntag, 20. September, gibt es einen Tag der offenen Tür mit Vorführungen.

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