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Die Preise steigen 2020 im Schnitt um 3,8 Prozent, der Nachtzuschlag entfällt, ein Azubi-Ticket ist geplant - alle Änderungen im Detail erfährst du hier.

Zum Jahresbeginn 2020 erhöht der Donau-Iller-Nahverkehrsverbund DING die Preise um durchschnittlich 3,8 Prozent. Für ÖPNV-Nutzer im Stadtgebiet Ulm/Neu-Ulm macht sich das deutlich bemerkbar: Einzelfahrscheine werden um 10 Cent teurer, kosten dann 2,40 Euro. Der Preis für einen Kinderfahrschein bleibt mit 1,40 Euro unverändert.

Auch der Preis für den per Handy-App erworbenen Einzelfahrschein steigt um 10 Cent auf dann 2,20 Euro. Die Tageskarte Single kostet so viel wie zwei Einzelfahrscheine für Erwachsene, Monatskarten  verteuern sich um 2,20 Euro auf dann 61,50 Euro. Der Preis für die Abo-Jahreskarte wird um 1,90 Euro (52,40 Euro) und für Schüler-Monatskarte um 1,70 Euro angehoben (46,10 Euro). Die Tageskarte Gruppe (5 Personen) für Ulm Neu/Ulm wird 30 Cent teurer und kostet dann 8 Euro).

Auch Studierende müssen etwas tiefer in die Tasche greifen. Das Semesterticket verteuert sich bereits ab dem Wintersemester um 4 Euro auf dann 129 Euro.

Nicht alles wird teurer: Nachtbusse künftig ohne Aufpreis

Im Zuge der Diskussion über die Fahrpreise hat der DING-Aufsichtsrat festgelegt, dass der Zuschlag für die Benutzung von Nachtbussen zum 1. Januar 2020 abgeschafft wird. Dadurch soll der ÖPNV in der Freizeit attraktiver werden.

Für Fahrten nach 1 Uhr wird derzeit noch auf den 7 Nachbuslinien in Ulm/Neu-Ulm, sowie den 5 Nachtbuslinien mit Abfahrt um 2:30 Uhr ein Nachtbuszuschlag 2,70 Euro erhoben, für Fahrgäste mit Schülermonatskarte 2,20 Euro.

Am Schwörmontag, der dieses Jahr auf den 22. Juli fällt, ist einiges anders in Ulm und Neu-Ulm. Die Fahrplanänderungen von Bus und Bahn in der Übersicht.

Warum werden die Tickets teurer?

Der DING-Aufsichtsrat habe die Erhöhung „nach intensiver Diskussion“ mit dem Votum der beteiligten Verkehrsunternehmen beschlossen, heißt es in einer Mitteilung von DING. Die Erhöhung sei wegen hoher Steigerungen bei den Treibstoff- und Personalkosten erforderlich geworden. „Die hohen Kostensteigerungen in Verbindung mit einer stagnierenden Nachfrage aufgrund der Baustellensituation haben dazu geführt, dass die Unternehmen stark unter Druck geraten sind. Hinzu kommt, dass die Zahl der Fahrschüler weiter im Sinken begriffen ist. Auch beim Semesterticket lässt die Nachfrage deutlich nach“, beschreibt DING-Geschäftsführer Thomas Mügge die Situation.

Gute Nachricht für Azubis und Besitzer von E-Tretrollern

Für manche ÖPNV-Kunden wird es allerdings auch günstiger. So wird wie oben beschrieben der Nachtbus-Zuschlag ab Januar 2020 abgeschafft. Gleichzeitig sei DING beauftragt worden, die Einführung eines Azubi-Tickets zum September 2020 vorzubereiten.

Auch eine kostenlose Mitnahme von klappbaren E-Tretrollern ist künftig möglich, sofern diese eine Länge von 1,15 Metern und ein Gewicht von 15 Kilogramm nicht überschreiten. Größere und schwerere Roller werden dagegen wie Fahrräder behandelt. „E-Tretroller und ÖPNV können sich sehr gut ergänzen, wenn es darum geht, eine längere Distanz von der Haltestelle zum eigentlichen Fahrtziel zu überbrücken,“ kommentiert Thomas Mügge das neue Angebot. 

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