Die Universität Ulm hat im Rahmen des Dies academicus Preise für herausragende Forschung, Lehre oder anderweitiges Engagement vergeben. Die Ehrungen im Einzelnen:

Der Kooperationspreis Wissenschaft-Wirtschaft (je 3000 Euro) wurde insgesamt drei Mal vergeben, „die Projekte waren sehr ausgewogen in der Spitze“, sagte Uni-Präsident Michal Weber. Prof. Iris-Tatjana Kolassa und Patrick Fissler (Institut für Psychologie und Pädagogik, Abteilung für Klinische und Biologische Psychologie) wurden gemeinsam mit Prof. Christine von Arnim, Abteilung für Neurologie und Klinik für Neurogeriatrie und Neurologische Rehabilitation (RKU), für die Kooperation mit dem Ravensburger Spieleverlag ausgezeichnet. Sie haben das Puzzeln als Training kognitiver Fähigkeiten, als Entspannungstechnik sowie als Demenzscreening erforscht.

Prof. Knut Graichen vom Institut für Mess-, Regel- und Mikrotechnik, erhielt den Preis für seine Kooperation mit der Firma MTU Friedrichshafen. Entwickelt wurde ein neuartiges Regelungskonzept für Schwerlast-Dieselmotoren. Prof. Boris Mizaikoff (Institut für Analytische und Bioanalytische Chemie), erhielt den Preis für die Entwicklung synthetischer Rezeptoren zur selektiven Bindung von Proteasen in Kooperation mit dem Labor Dr. Merk & Kollegen.

Preis für Leukämieforschung

Der Franziska-Kolb-Kreis zur Förderung der Leukämieforschung (8000 Euro) ging an Dr. Vera Münch für die Aufklärung von Mechanismen, die bei Kindern mit Akuter Lymphatischer Leukämie zu einem Rückfall führen.

Den Mileva Einstein-Marié-Preis (je 2500 Euro) für die hervorragende Vereinbarung der wissenschaftlichen Karriere mit den Familienpflichten erhielten zu gleichen Teilen die Chemikerin Montaha Anjass und die Zahnmedizinerin Dr. Heike Rudolph. Mit dem Lehrpreis der Universität Ulm, der mit insgesamt 4000 Euro dotiert ist, wurden Prof. Sandra Ludwig und Prof. Gerlinde Fellner-Röhling geehrt; die beiden Professorinnen haben Hörsaalexperimente in den Wirtschaftswissenschaften etabliert. Der Uni-Sonderpreis für herausragendes studentisches Engagement (500 Euro) geht an das von Studierenden organisierte Festival „Contre le racisme“.