Ulm Präsidenten unter sich

Bundespräsident Joachim Gauck tauschte sich auf der Reise in Brasilien mit IHK-Präsident Dr. Peter Kulitz über das Thema duale Berufsausbildung aus. Foto: Privat
Bundespräsident Joachim Gauck tauschte sich auf der Reise in Brasilien mit IHK-Präsident Dr. Peter Kulitz über das Thema duale Berufsausbildung aus. Foto: Privat
Ulm / FRANK KÖNIG 18.05.2013
Der Bundespräsident und der Bundesratspräsident und Ministerpräsident sind auf Reisen. IHK-Präsident Peter Kulitz ist ebenfalls dabei.

"Reisen lohnt sich doch!" So lautet das Fazit von IHK-Präsident Dr. Peter Kulitz, der gestern von einer Delegationsreise mit Bundespräsident Joachim Gauck nach Kolumbien und Brasilien zurückkam, nur kurz die Koffer umpacken konnte und heute mit dem baden-württembergischen Ministerpräsidenten und amtierenden Bundesratspräsidenten Winfried Kretschmann nach Japan und Korea weiterfliegt. Er nimmt an der Reise in seiner Eigenschaft als baden-württembergischer Kammerpräsident teil.

Im Verlauf der Südamerika-Reise mit Stationen in Bogota, Medellin, Sao Paulo und Rio de Janeiro nutzte Kulitz die Gelegenheit, um sozusagen von Präsident zu Präsident mit Gauck über die duale Berufsausbildung und deren Bedeutung für die Wirtschaft zu sprechen. Kulitz berichtete in einem Mail an die Redaktion, er habe klarmachen wollen, dass Politiker falsch liegen, wenn sie die Hälfte eines Schuljahrgangs auf die Hochschulen schicken wollen. Denn auf diese Weise würde der beruflichen Ausbildung der Boden entzogen. Die Rechnung von Kulitz: 50 Prozent Hochschulabsolventen und 25 Prozent Studienabbrecher - was bleibt da noch an Lehrlingen für die Betriebe übrig.

Gauck habe das Thema gleich in seinen Reden aufgegriffen und vor dem Trend zur Akademisierung gewarnt. Kulitz stolz: "Es freut mich, mit dem Bundespräsidenten einen so engagierten Mitstreiter für unser Anliegen gewonnen zu haben."

Von der Reise mit Kretschmann kehrt Kulitz erst Ende Mai wieder zurück, just in time. Denn bei der ersten Sitzung der neuen IHK-Vollversammlung am 11. Juni soll er nach der neuen Ausnahmeregelung zum dritten Mal zum Präsidenten der Ulmer Kammer gewählt werden.

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