Ulm Power-to-Gas macht saubere Schifffahrt möglich

Ulm / CAROLIN STÜWE 13.08.2016

Immer wieder weisen Wissenschaftler auf die Gefahr von Schadstoffen aus der Schifffahrt hin. Feinstaubpartikel, Schwefel- und Stickoxide belasten das Klima und die Gesundheit der Küstenbewohner. Entschärfen ließe sich diese Problematik durch Methan – vorzugsweise hergestellt im Power-to-Gas-Prozess des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW). Das synthetische Gas könnte dann als klimafreundlicher und nahezu feinstaubfrei verbrennender Antrieb dienen – für Schiffe und andere Fahrzeuge.

Ulm ist zwar weit entfernt von Weltmeeren und entsprechenden Schadstoffen aus der Schifffahrt. Dennoch sind Wissenschaftler des ZSW-Standorts Ulm – neben  Stuttgart und Widderstall –  aufgrund ihrer intensiven Wasserstoffforschung mitbeteiligt am Power-to-Gas-Verfahren, sagt Pressesprecher Axel Vartmann.  Dieses Verfahren sieht die Herstellung von Wasserstoff aus überschüssigem Ökostrom mittels Elektrolyse vor. Die Forschung könnte sich vorstellen, dass die schädlichen Kraftstoffe Schweröl und Schiffsdiesel eines Tages durch sauber verbrennendes Methan aus dem Power-to-Gas-Verfahren ersetzt werden.

An den drei ZSW-Standorten Stuttgart, Ulm und Widderstall sind rund 230 Wissenschaftler, Ingenieure und Techniker beschäftigt. Hinzu kommen 90 wissenschaftliche und studentische Hilfskräfte.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel