Gefängnis Polizeirazzia: Mutmaßliche Drogendealer auf vier Gefängnisse verteilt

Ulm / CHRISTOPH MAYER 09.04.2014
Die bei der Polizeirazzia festgenommenen vier mutmaßlichen Drogenhändler sitzen in vier unterschiedlichen Untersuchungsgefängnissen.

Die bei der  groß angelegten Polizeirazzia am Montagabend<span style="display: none;"> </span> im Universum Center festgenommenen vier mutmaßlichen Drogenhändler sitzen in vier unterschiedlichen Untersuchungsgefängnissen. Dies sei angezeigt, damit die Tatverdächtigen keine Absprachen untereinander treffen können, teilte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Ulm, Michael Bischofberger, am Mittwoch auf Anfrage mit.

Gegen die Männer unterschiedlicher Staatsangehörigkeit im Alter zwischen 26 und 61 Jahren wird wegen Verdachts auf bandenmäßigen Handel mit Kokain und Cannabis in nicht geringen Mengen ermittelt. Im Falle einer Verurteilung drohen ihnen langjährige Haftstrafen. Bei bandenmäßigem Rauschgifthandel sehe das Strafgesetzbuch allein für jede Einzeltat eine Mindesthaftstrafe von zwei Jahren vor, sagte Bischofberger.

Die mehrere Stunden dauernde und schon länger geplante Razzia in 17 Objekten – allein im Universum Center waren etwa 80 Bereitschaftspolizisten im Einsatz – sei vom Personalaufwand her gerechtfertigt gewesen. Gerade bei derart großen Gebäuden brauche man viele Einsatzkräfte, damit sich die Gesuchten nicht aus dem Staub machen können, so Bischofberger.