Die Ermittlungen gegen den Betreiber eines Lokals in der Ulmer Karlstraße, der ohne Genehmigung Shisha-Wasserpfeifen angeboten haben soll, laufen weiter. Das teilte die Polizei Ulm auf Anfrage mit. Mehrere Bewohner des Gebäudes, in dessen Erdgeschoss sich das besagte Lokal befindet, waren in der Nacht zum vergangenen Samstag mit Kohlenmonoxid-Vergiftungen ins Krankenhaus eingeliefert worden (wir berichteten.)

Der Verdacht: Die Gase, die beim Rauchen von Wasserpfeifen entstehen, hatten sich während der Nachtstunden aus den Räumen im Erdgeschoss langsam in die darüber liegenden Wohnungen verbreitet. Eine wichtige Bemerkung der Anwohner: In ihren Räumen habe es nach Shisha-Dampf gerochen.

„Geschlossene Gesellschaft“ steht an der Tür des Lokals

An der Tür des Lokals, dessen Namen die Polizei aufgrund der laufenden Ermittlungen nicht namentlich erwähnen möchte, hängt seit dieser Woche ein Schild. Die Aufschrift: „Geschlossene Gesellschaft“. Darf der Betrieb also trotz der Vorfälle im kleinen Kreis weiterlaufen? „Der Inhaber kann derartige Schilder zwar aufhängen, allerdings darf der Betrieb aufgrund der Ermittlungen wegen mehrfacher gefährlicher Körperverletzung nicht weitergehen“, betont ein Sprecher der Polizei.

Rainer Türke, Chef des Ulmer Ordnungsamtes, ergänzt: „Das Lokal muss ohne Ausnahmen bis auf Weiteres geschlossen bleiben.“