Wohnungen Neubau an der Ulmer Moltkestraße ist bezugsfertig

Der Neubau in der Moltkestraße ist bezugsfertig. Nur die Außenanlagen fehlen noch. Geplant sind unter anderem Bäume, Rasen, Hecken und Radstellplätze.
Der Neubau in der Moltkestraße ist bezugsfertig. Nur die Außenanlagen fehlen noch. Geplant sind unter anderem Bäume, Rasen, Hecken und Radstellplätze. © Foto: Volkmar Könneke
Ulm / Ulrike Schleicher 03.07.2018
Der Neubau in der Moltkestraße ist fertig. Dort sollen anerkannte Asylbewerber einziehen, unten sind Büros der Stadt.

Eine Baustelle in Ulm weniger: Der Neubau in der Moltkestraße neben dem Westbad ist nach Auskunft des Bauträgers, der städtischen UWS, bezugsfertig. Im Erdgeschoss stehen Büros für das Team des Sozialraums West und die sozialen Dienste zur Verfügung. In die vier Geschosse mit insgesamt 24 Wohnungen werden jetzt nach und nach anerkannte Asylbewerber einziehen.

„Das Bewerbungsverfahren ist abgeschlossen“, sagt Werner Fischer, Leiter der Koordination Flüchtlingsarbeit, in der Stadt.
40 Familien hätten Interesse gezeigt, die Stadt habe davon 24 ausgesucht, die alle ein Mieterseminar besucht hätten. „Einen Abend lang ist es darum gegangen, wie ein Mietvertrag aussieht, welche Rechte und Pflichten die Mieter haben, wie man den Abfall versorgt, dass man sorgsam mit Wasser, Strom und Heizung umgeht“, erklärt Fischer.

Ohne Dolmetscher

Erfreulich: Die Sprachkurse zeigen Wirkung. Man habe keinen Dolmetscher mehr gebraucht. Von den 24 Familien hätten noch nicht alle zugesagt und den Mietvertrag unterschrieben. Voraussetzung ist – wie üblich – eine Mieterselbstauskunft über Einkommen („schon einige arbeiten inzwischen“), das Einverständnis des Jobcenters sowie die persönlichen Daten. Vermieter ist die UWS. Im Erdgeschoss wurden Büros gebaut. „Dort zieht das Team des Sozialraums West ein“, sagt Fischer. Bislang hatte es sein Quartier in der Magirusstraße in einem Gebäude in der Nähe der FUG. Auch die kommunalen, sozialen Dienste ziehen ein.

Nach Auskunft der UWS gibt es Zwei, -Drei- und Vier-Zimmerwohnungen. Alle haben einen Balkon, möbliert sind die Wohnungen nicht. Der Wunsch der Wohnbaugesellschaft sei eine  funktionierende Sozialstruktur und Hausgemeinschaft, so die UWS. Ein Teil der Investitionssumme (1,176 Millionen Euro) von rund 7,4 Millionen Euro wurde vom Land bezahlt.

Jetzt 125 Stellplätze

Die Diskussion um die zunächst weggefallenen Parkplätze am Westbad und entlang der Straße scheint sich entschärft zu haben. Die Verwaltung hatte im Vorfeld die Kapazität vor und nach Fertigstellung des Neubaus berechnet: Demnach waren davor von insgesamt 91 Parkplätzen 49 direkt auf dem Westbad-Parkplatz.

Jetzt mit der neuen Tiefgarage, der Neuanlage von Querparkplätzen entlang der südlichen Moltkestraße sowie der Verlegung von Altglascontainern und weiteren Ersatzparkplätzen rund um das Areal sollen es 125 Stellplätze sein.

Mit der Weststadt ist Neubau-Programm beendet

3 Wohnkomplexe hat die Stadt für die Unterbringung für anerkannte Asylbewerber geschaffen: In Wiblingen wurden Holzhäuser in Modulbauweise in den Eschwiesen gebaut. Dort wohnen rund 72 Menschen. In Böfingen, wo ebenfalls Häuser in Modulbauweise erstellt worden sind, wohnen in etwa 120. Sie alle werden von Helferkreisen betreut, „ohne die wir es nicht so gut schaffen würden“, lobt Werner Fischer die ehrenamtlichen Helfer. Es habe sich auch gezeigt, dass solche Wohneinheiten die Integration fördern.

1210 Asylsuchende und Geflüchtete leben derzeit in Ulm. Im Juni sind der Stadt 5 Neuankömmlinge zugewiesen worden, sagt Werner Fischer. Er rechne damit, dass Ende des Jahres etwa 1150 Asylsuchende in der Stadt leben.

79 Asylsuchende sind aus Südost-Europa. Die Zahl gehe stetig zurück. Vor eineinhalb Jahren seien es noch 320 gewesen.

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