Angeschaut Pit Kinzer im Künstlerhaus Ulm

Fotoarbeiten von Pit Kinzer sind aus der Serie „Gerngroß Models Zseitensprünge“
Fotoarbeiten von Pit Kinzer sind aus der Serie „Gerngroß Models Zseitensprünge“ © Foto: Otfried Käppeler
Ulm / Otfried Käppeler 02.02.2018
Der Allgäuer Künstler zeigt in seinen neuen Arbeiten Film-Stills, die keine sind, und Fotos, die Geschichten erzählen.

Trachtenträger, Gangster, Stripteasetänzerinnen – nichts, was es nicht gibt in Pit Kinzers abfotografierter Bildwelt, die er im Künstlerhaus des BBK Ulm im Ochsenhäuser Hof zeigt. Rund zwei Zentimeter große Figuren komponiert der Allgäuer Künstler zu collagierten Szenen, fotografiert sie ab und präsentiert sie – enorm vergrößert – als Foto. Die Figuren fertigt er nicht selbst, man kann sie kaufen. Allein das ist eine so bizarre wie überraschende Wirklichkeits­ebe­ne dieses künstlerischen Konzepts. Auf den ersten Blick wirken die Fotos wie Film-Stills, nur dass jedes für sich eine Geschichte erzählt. Etwa das einer von Männern umgebenen Stripperin, die von ihr keine Notiz zu nehmen scheinen und deren Augenpartien mit Balken geschwärzt sind. Die Männer sind hier keine gestellten Figuren, sondern als collagiertes Foto in Szene gesetzt. Vergleicht man die aktuellen Arbeiten Pit Kinzers mit früheren – in Ulm hat er schon bei Pro Arte und in der Künstlergilde ausgestellt –, fällt auf, dass seine künstlerischen Mittel jetzt wesentlich vielfältiger sind: Fotografie, Collage, Zeichnung und malerische Elemente (bis 18. Feb., Do/Fr 14-18, Sa/So 11-16 Uhr).

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