Recycling Pfandsystem: Sieben machen mit

Ulm / Christoph Mayer 13.04.2018

Kampf dem Coffee-to-go-Becher: Mit diesem Anspruch war eine Ulmer Initiative vor knapp zwei Monaten angetreten, um bei hiesigen Gastronomen und Bäckereiketten für die Einführung eines Mehrwegbechers zu werben (wir berichteten). Die Initiatoren hatten dazu das Münchner Start-up-Unternehmen „Recup“ ins Boot geholt, das eigenen Angaben zufolge Marktführer bei Becherpfand-Systemen ist und im süddeutschen Raum bereits gut 700 Kooperationspartner hat: Gegen eine Jahresgebühr von
365 Euro pro Filiale beliefert es die teilnehmenden Händler und Gastronomen mit Bechern.

In Ulm haben bisher sieben Betriebe beziehungsweise Einrichtungen einen entsprechenden Kooperationsvertrag mit Recup abgeschlossen, berichtet Mit-Initiator Florian Fuchs vom Ulmer City-Marketing auf Anfrage.

Es sind das Intercity-Hotel am Hauptbahnhof, die beiden Coffee-Fellows-Filialen in der Ulmer City, das Gastro-Schiff „Bootshaus“, Fruchtrausch am Münsterplatz, Seeberger im Donautal sowie die Ran-Tankstelle in der Heidenheimer Straße und die Spitalhofschule, die an ihre Schüler freilich weniger Kaffee als Wasser und Säfte im Refill-Becher ausgibt. Mit einer „großen Ulmer Bäckereikette“ liefen derzeit noch Verhandlungen, so Fuchs weiter. Er ist überzeugt, dass sich das System über kurz oder lang durchsetzen wird.  „Es findet gerade ein Umdenken statt.“