Ulm / CMY  Uhr
Mit scharfen Worten kritisiert die internationale Tierrechtsorganisation Peta (People for the ethical treatment of animals) die am Donnerstag in Ulm beginnende und bis Sonntag dauernde "Jagd- und Fischereimesse". Mit einer Umfrage.
Protestaktionen vor der Donauhalle seien allerdings nicht geplant, teilt eine Sprecherin von Peta Deutschland auf Anfrage mit.

Die Tierschützer rufen zum Boykott der Messe auf, die sich vor allem an Hobbyjäger richte. "Es ist geschmacklos, das Erschießen von Tieren als unterhaltsamen Freizeitsport anzupreisen", sagt Vanessa Reithinger, Peta-Referentin für Wildtiere. Unter dem Deckmantel der Naturverbundenheit verursache hobbymäßiges Jagen vor allem Leid. "Jedes Jahr werden viele Tiere durch Fehlschüsse getroffen und sterben oftmals einen langsamen und qualvollen Tod."

Obwohl es keinen nachvollziehbaren Grund für die Jagd in deutschen Wäldern gebe, töteten Jäger jedes Jahr bundesweit mehr als fünf Millionen Wildtiere sowie mehrere hunderttausend Hunde und Katzen. Zudem würden im deutschsprachigen Raum jährlich Dutzende Menschen bei Jagdunfällen verletzt oder getötet. Die Tierrechtsorganisation fordert deshalb ein Verbot der Hobbyjagd in Deutschland.

Wissenschaftliche Studien belegten überdies, dass die Jagd nicht dazu geeignet sei, Wildpopulationen dauerhaft zu regulieren. Hoher Jagddruck führe dazu, dass sich die Population der betreffenden Wildtiere in einem Gebiet erhöhe.