Ulm / Christine Kulgart Die Tierrechtsorganisation Peta demonstrierte am Montag auf dem Münsterplatz in Ulm gegen Fleischkonsum. Anlass war die Fastenzeit.

Als Nonnen verkleidet machten Unterstützer der Tierrechtsorganisation Peta gestern auf dem Münsterplatz auf das 5. Gebot der Bibel aufmerksam: „Du sollst nicht töten“. Es ging ihnen darum, für einen besseren Umgang mit Tieren zu werben. „Das 5. Gebot wird auf alle Lebewesen übertragen. Wer christliche Werte lebt, kommt um eine vegane Lebensweise nicht herum,“ sagte Jens Vogt von Peta. Empathie, Barmherzigkeit und Nächstenliebe sollten nicht nur für Menschen, sondern auch für Tiere gelten. Allein in Deutschland sterben pro Jahr bis zu 400 Millionen Tiere in Schlachtanlagen. Das Angebot an veganen und vegetarischen Restaurants in Ulm findet Vogt gut – vor allem im Vergleich zu zehn Jahren zuvor. „Je mehr Menschen vegan leben, desto einfacher ist es, mehr Angebote zu schaffen und zu nutzen.“ Peta will den Beginn der Fastenzeit, die als Zeit der Umstellung und des Kennenlernens neuer Gewohnheiten gilt, nutzen, um mehr Menschen für einen veganen Lebensstil zu begeistern.

Video Peta Aktion auf dem Ulmer Münsterplatz: Drei Fragen an Jens Vogt

Ihr wollt mal veganes Essen ausprobieren? Immer mehr Restaurants in Ulm und Neu-Ulm bieten rein pflanzliche Gerichte an.

Wer sich vegan ernährt und Kinder haben will, braucht in der Regel zusätzliches Vitamin B12. Darauf weist der Münchener Kinderarzt Professor Stefan Eber hin.