Gespräch Patrick Wieland: Kein Gitarrist, sondern Musiker

Patrick Wieland auf einem Plakat Ralf Hartungs.
Patrick Wieland auf einem Plakat Ralf Hartungs. © Foto: Roxy
Ulm / Cosima Kammel 14.09.2018

Montags und dienstags ist er Musiklehrer in der Schweiz, ansonsten Profi-Musiker und nebenher alleinerziehender Vater eines 17-jährigen Sohnes. Und er ist einer, den fast jeder in Ulm kennt – oder zumindest zu kennen glaubt. Wer aber etwas mehr über Patrick Wieland erfahren wollte, hatte nun im Roxy-Studio die Gelegenheit dazu. Das ist auch die Grundidee der von Dana Hoffmann moderierten Reihe.

Der 49-jährige, der bereits mit Max Herre, Cro und den Fantastischen Vier gespielt hat, ist seit sieben Jahren Gitarrist in der Live-Band der Casting-Show „The Voice of Germany“. Doch anstatt sich berechtigterweise etwas darauf einzubilden, macht der Musiker einen sympathischen, bodenständigen Eindruck.

Er sieht sich nicht als Profi-Gitarrist, sondern als Musiker, der sich und seinem Stil treu bleibt. Seine große Stärke liege eher darin, dass er jemanden gut klingen lassen könne und teamfähig sei. Und genau das sei es, was eine Band brauche, um zu funktionieren und zu harmonisieren.

„Ich weiß, wer ich bin“

Nach dem stressigen Probenalltag und der totalen Reizüberflutung bei „the Voice“ genieße er die Stille auf Autofahrten und müsse erst einmal wieder bei sich selbst und seinem Sound ankommen, erzählte Wieland. Und auch die Besucher durften sich an diesem Abend über eine kleine Sound-Kostprobe seiner gefühlvollen Improvisation freuen, als er das machte, was ihm sein früherer Gitarrenlehrer in L.A. immer geraten hat: „You gotta let the guitar talk.“ So könne er „den ganzen Abend rumnudeln“, denn die Leidenschaft für Musik brenne in ihm seit dem ersten Tag – und sie werde es wohl auch noch in 20 Jahren tun.

Wichtig ist ihm deshalb, auf sich zu achten – musikalisch gesehen oder gesundheitlich. „Wenn ich darauf aufpasse und danach mein Leben gestalte, ist eigentlich alles in Ordnung“, sagte er. Und wo spielt Patrick Wieland lieber – auf der großen TV-Bühne oder vor 70 Besuchern im familiären Ambiente des Café Ànimo? Ganz klar im Café.

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