Neu-Ulm Panzersperren für Folteropfer

Die symbolischen Panzersperren zweier Kemptener Künstler auf dem Heiner-Metzger-Platz werden für einen guten Zweck versteigert.
Die symbolischen Panzersperren zweier Kemptener Künstler auf dem Heiner-Metzger-Platz werden für einen guten Zweck versteigert. © Foto: Privat
Neu-Ulm / CMY 04.12.2015
Drei übergroße hölzerne Panzersperren auf dem Heiner-Metzger-Platz: Darüber staunten Passanten in den vergangenen Wochen nicht schlecht.

Die Installation unter dem Namen "No pasarán" war Teil einer am vergangenen Samstag zu Ende gegangenen Kunstausstellung des Vereins Kunstbauraum in der Neu-Ulmer Stadtbücherei. Jetzt versteigern die beiden Kemptener Künstler Kreimir Crash Vorich und Stephan A. Schmidt ihr Werk zugunsten des Behandlungszentrums für Folteropfer Ulm (BFU). Bis zum Samstag, 12 Uhr, kann man auf der Internetauktionsplattform "Ebay" (im Internet direkt verlinkt unter www.stephan-a-schmidt.de) bieten. Die Installation schlägt einen Bogen zwischen der jüngeren und der jüngsten deutschen Geschichte. Die auch "Tschechen-Igel" genannten Panzersperren sollen zum einen 25 Jahre nach der Wiedervereinigung an den innerdeutschen Todesstreifen erinnern, sagt Schmidt. "Aber die Debatten um die großen Flüchtlingsströme haben die historischen Bezüge des Kunstwerks eingeholt." Die beiden Künstler wollen die Einnahmen aus der Versteigerung nun bewusst jenen Menschen widmen, "die mehr als genug Schrecken erfahren mussten".