Wonnemar Pächter Interspa steigt im Wonnemar aus

Neu-Ulm / SWP 20.04.2016
Interspa steigt mit Vertragsende als Pächter des Donaubads Wonnemar in Neu-Ulm aus. Als Hauptgrund für den Ausstieg gibt Geschäftsführer Volker Kurz Uneinigkeit über die Finanzierung notwendiger Sanierungen an.
Die Interspa-Gruppe verlängert den Pachtvertrag für das Wonnemar, das Freibad und die Eislaufanlage mit den Städten Ulm und Neu-Ulm nicht. Das gab Geschäftsführer Volker Kurz am Mittwoch bekannt.

Hauptgrund des Ausstiegs: Differenzen über die Finanzierung der Umbauarbeiten im Bad. „Auch nach langwierigen Verhandlungen mit den Städten sehen wir leider keine Möglichkeit, das Bad unter diesen für uns finanziell unannehmbaren Bedingungen weiterzuführen“ bedauert Kurz. Der Vertrag endet am 31. Dezember 2016.

Hintergrund des Streits: Die Städte planen, das Bad mit einem rund 2,7 Millionen Euro teuren Umbau im Thermalbereich aufzuwerten. Dafür müsste das Bad mindestens elf Wochen geschlossen werden. Das Angebot der Städte lag rund 200.000 Euro unter dem, was Interspa wollte. Diese hohe Summe will Kurz nicht zusätzlich übernehmen. „Da wir lediglich Pächter des Bades sind und die Vertragsverlängerung nur über vier Jahre läuft, sind wir nicht bereit, noch mehr Geld in das Bad zu stecken, obwohl es uns sehr am Herzen liegt“ begründete Kurz die Entscheidung.

Insgesamt habe das Donaubad Wonnemar in den letzten fünf Jahren ein Minus im siebenstelligen Bereich erwirtschaftet. Als Geschäftsführer der Gruppe könne er nicht mehr verantworten, dass ein weiteres Geschäftsjahr mit hohem Verlust dazukommt. Von den Städten fühlt sich Kurz ungenügend informiert. „Uns wurde damals ein technisch veraltetes Bad übergeben, obwohl zugesichert wurde, dass alles in Ordnung sei“. 

Für Badegäste und die rund 90 Mitarbeiter, die zeitgleich wie der Ulmer Oberbürgermeister Gunter Czisch von Kurz informiert wurden, hat diese Entscheidung zunächst keine Auswirkungen.
 
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