Ausstellung Ottmar Hörl in der Galerie der SÜDWEST PRESSE

Ulm / Lena Grundhuber 13.09.2017

Ottmar Hörl weiß sehr genau, wo er ist: „Karl Marx kann ich in dieser Stadt wohl nicht ausstellen“, bemerkt er trocken. Revolutionäre Gedanken hätten’s nicht leicht, hört man ihn später in anderem Zusammenhang sagen: „Dass es die HfG nicht mehr gibt – ein Jammer!“ Wovon er sich nicht weiter beeindrucken lässt, denn der Mann hat eine Mission, er will die Leute für die Kunst begeistern.

Zu diesem Zwecke darf man ihnen auch entgegenkommen, und das tut der 1950 geborene Künstler seit einer langen Weile. Hörl ist bekannt für serielle Kunst im öffentlichen Raum – in Nürnberg hat er jüngst 600 goldene Madonnen aufgestellt. Hier in Ulm werden die Dimensionen etwas kleiner sein: Am Freitag eröffnet Hörl am Vorabend der Kulturnacht eine Benefiz-Schau in der Galerie der SÜDWEST PRESSE und im Garten davor. Sie soll dazu anregen, über den Umgang mit Fremden nachzudenken, wird aber auch einfach Spaß machen.

Der Titel „Nicht ganz von dieser Welt“ ergibt sich aus dem, was Hörl in der Galerie zeigen wird: Pinguine und Astronauten, „das ist so absurd, dass es schon wieder gut ist“. Im Garten wird man ebenfalls eine mit ironischem Bedacht zusammengestellte Konstellation vorfinden: „Es soll ja eine künstlerische Installation sein und nicht wie im Kaufhof.“

Keine Stunde kostet es den Künstler, das Konzept zu erarbeiten, ernsthaft, aber mit Augenzwinkern. Denn Ottmar Hörl muss wirklich nichts mehr für seine Bekanntheit tun, aber er tut gern etwas für den guten Zweck. Bei der Vernissage am Freitag, 20 Uhr, wird er seine Objekte signieren und zugunsten der Aktion 100 000 und Ulmer helft verkaufen lassen.

Info „Nicht von dieser Welt“, in der SWP-Galerie (Olgastraße 129). Vernissage ist Fr 20 Uhr, dann ist Sa 15-22 Uhr, So 10-18 Uhr, Mo 10-18 Uhr offen.

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