Lehr Ortsverwaltung zieht in Container

Lehr / JÜRGEN BUCHTA 11.12.2013
Im Lehrer Rathaus hat der Umbau begonnen. Für die Ortsverwaltung heißt das, dass sie im Frühjahr für sechs Monate in Container umziehen wird.

 Im Lehrer Rathaus werden die Vereine und die Ortsverwaltung die Stockwerke tauschen. Bisher nutzen die Senioren und die Landfrauen das Erdgeschoss für ihre Treffen. Auch die Veranstaltungen der Volkshochschule finden dort statt. Die Ortsverwaltung ist im ersten Obergeschoss untergebracht.

Sobald der Umbau des in den 1950er Jahren errichteten Hauses abgeschlossen ist, wird die Ortsverwaltung ebenerdig in einem größeren Funktionsraum mit Theke für das Publikum erreichbar sein. Außerdem entstehen im Erdgeschoss ein Besprechungszimmer und das Büro für den Ortsvorsteher.

Die Rohbauarbeiten starteten vor kurzem, berichtet Ortsvorsteher Dietmar Wegerer. Der Aufzugsschacht, durch den Gehbehinderte künftig ins erste Stockwerk gebracht werden, sei "schon fast fertig". Die Toiletten im Anbau, der ursprünglich zur alten Schule gehörte, verschwinden und werden durch zeitgemäße Sanitärräume im Erdgeschoss des Rathauses ersetzt.

Als nächstes geht es ans Innere des Hauses. Dort werden nicht nur die Räume auf ihre künftige Nutzung abgestimmt. Renoviert werden müssen auch die sanitären und elektrischen Leitungen. Solange das geschieht, muss die Verwaltung das Haus verlassen. In dieser Zeit zieht sie in Container, die auf dem Parkplatz vor dem Rathaus aufgestellt werden, berichtet Wegerer. Ein halbes Jahr dürfte es dann schon dauern, bis sie ihr neues Domizil benutzen kann.

Die Kosten sind auf 700 000 Euro veranschlagt. Dabei komme dem Gebäude zugute, erläutert der Ortsvorsteher, dass seine Außenhülle einst so massiv gestaltet wurde, dass sich eine extra Wärmedämmung erübrige. "Die Fenster haben wir vor drei Jahren schon ausgetauscht." Während der Sanierung gehe es nur noch darum, den Keller und das Dach zu isolieren.

Das Gebäude verfügt über knapp 400 Quadratmeter Nutzfläche und wurde ursprünglich als Schulhaus errichtet. In den 1960er Jahren zog dann das Rathaus ein. "Die Räume im ersten Obergeschoss sind zwar ganz nett", betont Wegerer. "Doch sonderlich publikumstauglich sind sie nicht." Weder Gehbehinderte noch junge Mütter, die ihren Nachwuchs im Kinderwagen mitbringen, könnten die Ortsverwaltung problemlos erreichen.