Drama Opfer stirbt nach Angriff von Einbrechern

Ein 59-Jähriger starb nach dem Angriff durch einen Einbrecher.
Ein 59-Jähriger starb nach dem Angriff durch einen Einbrecher. © Foto: Lars Schwerdtfeger
Ulm.  / Carolin Stüwe 08.01.2018
Ein 59-jähriger Mann hatte Einbrecher ertappt, wurde von ihnen niedergeschlagen und gefesselt. Im Krankenhaus erlag er seinen schweren Verletzungen.

Ein Hausbewohner vom Eselsberg, der am Samstag mutmaßlich von Einbrechern angegriffen, gefesselt und schwer verletzt wurde, ist noch am selben Tag im Krankenhaus verstorben. Das melden Staatsanwaltschaft Ulm und Polizei in einer gemeinsamen Pressemitteilung. Die Ermittlungsbehörden gehen davon aus, dass die unbekannten Täter am Samstag gegen 2.30 Uhr in das Reihenhaus im Veltlinerweg eingebrochen hatten, indem sie eine Tür aufhebelten.

Die 91 und 59 Jahre alten Hausbewohner, eine Frau und ihr Sohn, wurden auf die Täter aufmerksam. Daraufhin soll einer der Täter den 59-Jährigen angegriffen haben. In Folge hätten die bisher Unbekannten das Opfer niedergeschlagen, gefesselt und die Flucht ergriffen.

Das 59-jährige Opfer wurde durch den Angriff schwer verletzt und in ein Krankenhaus gebracht. Dort starb der Mann noch am Samstag. Die genaue Todesursache soll eine Obduktion ergeben. Diese soll im Laufe der Woche durchgeführt werden, heißt es in der gemeinsamen Pressemitteilung.

„Anhand der bisherigen Spuren gehen wir davon aus, dass es mindestens zwei Täter waren“, sagte Wolfgang Jürgens, der Pressesprecher des Polizeipräsidiums Ulm, am Sonntag auf Anfrage. Der 91-jährigen Frau gehe es den Umständen entsprechend. Sie sei äußerlich unverletzt und Angehörige kümmern sich um sie.

Die Befragungen der Nachbarn, ob sie etwas gehört oder Personen bemerkt haben, laufen seit Samstag und werden auch die nächsten Tage noch andauern. Die Sonderkommission ermittle auch dahingehend, ob in den vergangenen Tagen Fremde in dem dicht besiedelten Wohngebiet beobachtet wurden, die eventuell vorher ausgekundschaftet haben, ob Häuser wegen eines Winterurlaubs gerade nicht bewohnt sind.

Jürgens spricht im vorliegenden Fall, was die vermutliche Aggressivität der Täter  betrifft, von einem Einzelfall. „In der Regel schauen Einbrecher, dass niemand zu Hause ist; und wenn sie doch von jemandem gestört werden, flüchten sie.“

Bisher seien nur wenige Hinweise eingegangen. Und die Angaben seien noch dürftig, auch hinsichtlich der Beschreibung der Täter, dass sie Kapuzenjacken trugen.

Bei der weiteren Suche bittet die Kriminalpolizei die Bevölkerung um Hinweise und fragt:
- Wer hat am Samstag zwischen 1 Uhr und 4 Uhr am Eselsberg im Bereich zwischen dem Ruländerweg, dem Schmalen Weg und der Heilmeyersteige, insbesondere beim Veltlinerweg und dem Scultetusweg, verdächtige Personen gesehen?
- Wer hat in diesem Bereich in den vergangenen Tagen verdächtige Personen gesehen?
- Wem sind dort fremde Fahrzeuge aufgefallen?
- Wer kann sonst Hinweise geben?

Hinweise an die Ulmer Kriminalpolizei unter Tel. (0731) 18 80 oder an jede andere Polizeidienststelle.

Unterstützung durch aufmerksame Bürger

Statistik Wie die Kriminalstatistik für die Stadt Ulm und die Landkreise Alb-Donau, Biberach, Göppingen und Heidenheim von 2016 zeigt, war die Zahl der Wohnungseinbrüche seit langem erstmals wieder zurückgegangen – von 895 auf 779 Fälle. „Die Bekämpfung des Wohnungseinbruchs war einer unserer Schwerpunkte“, sagte der Leiter der Kriminalinspektion 2 in Ulm, Joachim Hardegger. Nach wie vor sei der Polizei die Aufmerksamkeit und Unterstützung durch die Bürger sehr wichtig.

Einzelfall Wolfgang Jürgens, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Ulm, ergänzt, dass es einen ähnlichen Fall, bei dem ein Bewohner von Einbrechern angegriffen und so schwer verletzt wurde, seines Wissens bislang noch nicht gegeben hat in der Region.

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