Ulm One Billion Rising: Ulm setzt ein Zeichen gegen Gewalt

CHRISTIAN WILLE 14.02.2013
"One Billion Rising" ist ein Akt der globalen Solidarität, um sich gegen die alltägliche Gewalt zu stellen. Via Facebook wurde auf die Aktion aufmerksam gemacht. Wir waren dabei und haben Eindrücke festgehalten.
Jede dritte Frau wird im Laufe ihres Lebens geprügelt, jede fünfte vergewaltigt. Grund genug, sich zu empören. Das sagte gestern die Grünen-Stadträtin Sigrid Räkel-Rehner. Am späten Nachmittag stieg auf dem Münsterplatz die Ulmer Aktion zur "One Billion Rising"-Kampagne, einer weltweiten Initiative gegen Gewalt an Frauen.

Räkel-Rehner sagte: "Dieser Tag ist V-Day, das steht für Victory, Valentin und Vagina." Am 14. Februar vor 15 Jahren wurde die V-Day-Bewegung gegründet.

In mehr als 200 Ländern wurde am Donnerstag getanzt, geredet und getrommelt. Auch in Ulm. Und zwar bei eisigen Temperaturen. "Wir sind Teil einer weltweiten Solidarität", sagte Räkel-Rehner. Das Besondere in Ulm: Vertreter höchst unterschiedlicher Gruppen beteiligten sich. So tanzten vor dem Stadthaus 100 Leute, etwa Mitglieder der CDU, der Aidshilfe und einer Gruppe aus Blaubeuren, die sich "Rat der Großmütter" nennt. Organisiert hatte die Aktion der Ulmer Christof Maihoefer, ebenfalls Grünen-Mitglied. Seine Meinung: "Ich finde es wunderbar, wie sich jeder einbringt."

Hier Eindrücke der Aktion: