Dornstadt So waren die Konzerte beim Obstwiesenfestival 2018

Dornstadt / Claudia Reicherter 19.08.2018
Die Dornstadter Obstwiese - eines der ältesten und schönsten Umsonst-und-draußen-Festivals im Südwesten.

+++ Das war das OWF2018+++

Bessere Stimmung geht nicht: Bei schönstem Wetter zeigte sich das 26. Obstwiesenfestival am Wochenende von seiner schönsten Seite. Einen ausführlichen Bericht aus unserer Kulturredaktion findet ihr hier:

+++ Samstag geht bunt weiter +++

Gestern ging es dann am Vormittag erstmal los mit einem Blasmusik-Frühschoppen, dann Yoga am Eingang zum Festivalgelände. Der Nachmittag startete um 14 Uhr wie im vergangenen Jahr mit einer Zaubershow im Zelt. Deshalb waren am Nachmittag auch schon viele Familien mit Kindern da. Die Handwerkskammer bastelte mit den Kleinen in einem aufblasbaren Zelt.

Von HipHopern bis Singer-Songwritern

Auf dem Gelände waren die raren Schattenplätze besonders begehrt. Als Tipp am Nachmittag erwiesen sich die vier bayerischen Musiker von Mary Lou. Die Sauna spielten im Zelt unter anderem "Was hat dich bloß so ruiniert" von „Die Sterne“. Die erst seit zwei Jahren existierende österreichische Mädels-Band Dives auf der Hauptbühne ließ noch Potenzial nach oben erkennen, wohingegen der Dortmunder MC Goldroger mit HipHop im Zelt die Masse begeisterte und einen ersten Moshpit kreierte. Draußen erwies sich dann Oum-Shatt-Ersatz Ian Late aus Berlin als erstes Highlight zwischen sensiblem Singer-Songwritertum und Coldplay-Anleihen. Sonnenuntergang.

Häxxan aus Israel neben frittierter Pizza

Essenszeit mit vielen leckeren Angeboten zwischen Damn-Burger-Spätzle und frittierter Pizza, aber auch den Klassikern OWF-Seele und Dennede, zu vernünftigen Preisen und erträglichen Wartezeiten. Häxxan aus Israel schlugen darauf im Zelt deutlich härtere Töne an, während sich draußen das Gelände rasch mit dem Abendpublikum füllte.

+++ So war der Freitag +++

So richtig los ging das Festival am Freitag: Bands wie Von Wegen Lisbeth und Av Av Av sorgten für Stimmung. Den Abend in Bildern findet ihr hier:

+++ Donnerstag startet stimmungsvoll +++

Das ist neu: Der Campingplatz beim OWF ist 2018 schon am ersten Abend fast voll. Der Andrang scheint am Donnerstag, der traditionellen Filmnacht, die die Münchner Band The Whiseky Foundation mit Bluesrock stimmungsvoll eröffnet, so groß wie nie. Zudem gibt es dieses Jahr auf dem wie immer schön dekorierten Gelände bei Dornstadt selbstgekelterten Most. Eine Bildergalerie zeigt euch wie es war.

+++ Vorausschau für das OWF 2018 +++

Zu den Headlinern zählen die Mädelsband Hinds aus Spanien, Tocotronic aus Hamburg, Von Wegen Lisbeth aus Berlin, die Österreicher Granada, Voodoo Jürgens und Naked Lunch und Av Av Av aus Dänemark. Die Bands mit der weitesten Anreise sind die Elektro-Psychedeliker Dengue Dengue Dengue aus Peru, der HipHop-Vierer im Grand-Hotel-Van-Cleef-Portfolio The Lytics aus Kanada, das Dance-Punk-Duo DZ Deathrays aus Australien und Singer-Songwriter-Produzent Jonathan Bree aus Neuseeland, der mit The Brunettes schon mit Rilo Kiley, Broken Social Scene und The Postal Service tourte.

Neu im Programm sind in diesem Jahr Yoga auf dem Festivalgelände (Fr/Sa 11 Uhr) und der Frühschoppen mit Blasmusik am Samstag ab 9.30 Uhr im „Obstlergarten“ auf dem stets liebevoll und originell dekorierten Gelände. Der Eintritt zum Festivalgelände ist frei. Beachten müssen Festivalbesucher, dass sie aufs Gelände keine Taschen oder Rucksäcke mitnehmen dürfen, die größer sind als DIN A 4. Das ist mittlerweile bei allen größeren Konzerten und Festivals Standard. Essen und Getränke sowieso nicht, denn das Festival kann unter anderem nur deshalb ohne Eintritt auf die Beine gestellt werden, da bei Getränken und den leckeren OWF-Seelen ein bisschen was eingenommen wird.

Camping kostet pro Person 10 Euro. Dafür gibt es in diesem Jahr Duschcontainer und am Freitag und Samstag eine Frühstücksbar. Auf dem Gelände sind keine Glasflaschen oder anderes aus Glas erlaubt. Der Campingplatz direkt neben dem Festivalgeände ist ab Donnerstag, 18 Uhr, geöffnet. Dort gilt das Jugendschutzgesetz, sprich: Wer unter 16 ist, braucht eine schriftliche Genehmigung der Eltern, das Formular gibt es zum runterladen und ausfüllen auf www.obstwiesenfestival.de. Jeder Camper erhält zudem für 5 Euro einen Müllsack. Wenn er den mit Abfall gefüllt zurückbringt, gibt es das Geld zurück.

Lage

Der Lerchenberg bei Dornstadt ist von der A8, Ausfahrt Ulm-West, ebenso wie von Ulm oder Geislingen über die B10 kommend ausgeschildert. Ins Navi am besten „Lerchenbergstraße“ eingeben. Parken kostet pro Tag 3, für alle drei Tage 6 Euro. Für die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln empfehlen die Veranstalter, die Verbindungen unter Ding Ulm herauszusuchen. Die dem Gelände nächstgelegenen Haltestellen sind „Rommelkaserne“ und „Gartenstraße“.

Programm

Am Donnerstag geht es auf der Hauptbühne los um 20 Uhr mit der Münchner Bluesrock-Band The Whiskey Foundation. Darauf folgt um 21.30 Uhr der Film „Happy Burnout“ und anschließend legen Deejot Roter Freibeuter und DJ Purple Haze auf.

Am Freitag beginnt das Musikprogramm auf der Hauptbühne um 17.40 Uhr

mit Liffey Looms feat. Philip Bölter (Ulmer Folk-Pop-Duo um The-Voice-of-Germany-Liebling Leon Rudolf verbündet sich mit dem Asselfinger Rag’n’Bone Man)

18.55 Voodoo Jürgens (Wiener Liedermacher mit Vokuhila und Hang zum Schwarzhumnorigen)

20.35 The Bongo Club (Rock-Quartett aus Südschweden)

22.15 Von Wegen Lisbeth („Wenn du tanzt“ – schon mal gehört? Nö? Dann umso dringlicher hingehen!)

0.05 Av Av Av (Trentemøller und mehr: Elektro aus Kopenhagen)

im Zelt spielen

18.15 Uhr Go Go Gazelle (Ex-Benzin),

19.45 Uhr DZ Deathrays (Dance-Punk aus Brisbane)

21.25 Uhr Naked Lunch (Indie-Pop-Rock-Klassiker aus Ösiland)

23.15 Uhr Jonathan Bree (Barock-Sänger und Produzent aus Neuseeland)

1.05 Uhr The Lytics (HipHop/Rap aus Kanada)

2 - 4 Uhr DJ-Team Bambooze Bros.

Am Samstag geht es los im Zelt

14 Uhr mit Zauberer Marvin Schmid

15.25 Uhr Josie (Punk-Rock-Fans aus Munderkingen)

16.45 Uhr Die Sauna (sechs Münchner, die Bier und Wanda lieben)

18.15 Uhr Goldroger (experimentierfreudiger Rapper aus Dortmund)

19.55 Uhr Häxxan (LoFi-Rock aus Tel Aviv, Israel)

21.35 Uhr Pale Grey (aus Lüttich, Angehörige der belgischen Elektro-Pop-Liga)

23.15 Uhr Gudrun von Laxenburg (Techno-Punk-Band aus Wien, Österreich)

1.05 Uhr Dengue Dengue Dengue (Elektro-Psychedelisches aus Lima, Peru)

2.05 Uhr DJane V.Strange

Auf der Hauptbühne spielen

14.50 Uhr Kosmo (deutschsprachiger Pop-Rock aus Ulm)

16 Uhr Mary Lou (vier Freunde aus dem Allgäu, die klingen wie Colplay meets Radiohead)

17.30 Uhr Dives (drei Frauen aus dem Wiener Untergrund)

19.05 Uhr NEU: Ian Late (Oum Shatt musste Absagen, da sich ihr Bassist den Arm gebrochen hat.)

20.45 Uhr Granada (aus Graz, vielen vom letzten Festival mit ihre spontanen Post-Sturm-im-Merchandise-Zelt-Gig in bester Erinnerung)

22.25 Uhr Hinds (charmant rumpeliger Mädels-Retro-Rock-Pop aus Madrid, Spanien)

0.05 Uhr Tocotronic (die Paten der Hamburger Schule)

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