Neujahrsempfang Bürgermeister: Kooperation ist „zentraler Schlüssel“

Gerold Noerenberg und Gunter Czisch stießen im Rathaus mit Schnaps an.
Gerold Noerenberg und Gunter Czisch stießen im Rathaus mit Schnaps an. © Foto: Oliver Schulz
Ulm / Chirin Kolb 02.01.2018
Die Oberbürgermeister Gunter Czisch und Gerold Noerenberg betonten beim Neujahrsempfag die Gemeinsamkeiten Ulms und Neu-Ulms.

Die Herausforderungen sind groß, doch gemeinsam lassen sie sich meistern. Mit dieser Botschaft stimmten die Oberbürgermeister Gunter Czisch und Gerold Noerenberg die Ulmer und Neu-Ulmer beim Neujahrsempfang beider Städte im gut gefüllten Ulmer Rathausfoyer auf 2018 ein. Die Ulm/Neu-Ulmer Zusammenarbeit sei „ein ganz zentraler Schlüssel, um die Dinge gemeinsam auf den Weg zu bringen – zum Wohl der Region“, sagte Czisch. Er schloss die Kooperation mit beiden Landkreisen ein.

Dieter Kraus und Uwe Lange stimmten die Besucher musikalisch getragen auf das neue Jahr ein. Viele Bürger, Stadträte, Amts- und Würdenträger hatten sich am Neujahrsmorgen auf den Weg ins Rathaus gemacht, um die Ansprachen der Oberbürgermeister zu hören und bei einem Glas Wein oder Wasser auf 2018 anzustoßen.

Czisch gab einen Abriss über die Themen, die Stadtpolitik und Bürger bewegen, an erster Stelle: Baustellen. Der OB warb um Verständnis und Geduld. Er betonte, dass sie Ausdruck der wirtschaftlichen Stärke seien und auch dazu dienten, die Infrastruktur zu erhalten. Czisch sagte aber auch und unter Beifall: „Ich bin froh, wenn im Dezember die erste Straßenbahn auf der Linie 2 fährt.“

Bauarbeiten dienten zudem dazu, Wohnungen zu errichten, Breitband zu verlegen, Rahmenbedingungen für die Wirtschaft zu schaffen, Lebensqualität weiter zu erhöhen. Darüber hinaus machten sich Stadt und Gemeinderat intensiv Gedanken, den Zusammenhalt innerhalb der Stadtgesellschaft zu stärken. Czisch formulierte es so: „Was ist der Kitt, der uns zusammenhält?“ Die Antwort liege in den Quartieren, in denen die Menschen leben, arbeiten, in Vereinen oder Kirchengemeinden organisiert sind und die allen Heimat bieten sollten.

Mit klaren Worten kritisierte der OB Europagegner, „Kleingeister und Protektionisten“. Der Wohlstand Deutschlands und auch Ulms sei zu einem großen Teil das Produkt eines friedlichen Zusammenlebens in Europa. „Wir sollten jeden Tag für das europäische Projekt eintreten, selbst wenn es manchmal nicht einfach ist“, sagte er unter Beifall.

Auch sein Neu-Ulmer Amtskollege gab ein Bekenntnis zu Europa ab und machte sich Gedanken über Glück und Dankbarkeit. „Fehlt uns die Begabung zum Glücklichsein?“, fragte Noerenberg. Zumindest die Ulmer und Neu-Ulmer könnten sich darauf verlassen, dass die beiden Städte alles tun für die Zukunftsfähigkeit der Region. Er bezeichnete Ulm und Neu-Ulm als „starkes Räderwerk, das beiden Städten dient und hervorragend läuft. Gemeinsamkeit macht stark.“

Anstoßen mit Schnaps statt mit Sekt

Empfang OB Gunter Czisch hatte Schnaps mitgebracht, um mit seinem Neu-Ulmer Kollegen Gerold Noerenberg auf 2018 anzustoßen. Schnaps, um mit dem anzufangen, mit dem er im alten Jahr aufgehört hatte, wie Czisch beim Neujahrsempfang sagte. Symbolträchtigen Schnaps, nämlich einen aus Serbien, um die Verbundenheit entlang der Donau zu betonen. Noerenberg nahm den Faden in schwäbischer Tradition auf: Er lobte den schönen Christbaum im Rathaus.

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