Die Goldochsenwiese beim Wonnemar-Parkplatz ist offenbar sehr gut als Stellplatz für Wohnmobile geeignet. Das ist das Ergebnis von Untersuchungen, die die Ulm/Neu-Ulm Touristik GmbH (UNT) in Auftrag gegeben hat. Laut UNT-Geschäftsführer Wolfgang Dieterich hätten erste Kostenschätzungen ergeben, dass die rund 30 Stellplätze für 150 000 Euro zu haben sind. Ein Nachteil sei es, dass das Gelände hochwassergefährdet ist. Ungeklärt sei zudem noch die Frage, auf wessen Kosten der Stellplatz gebaut wird und wer ihn künftig betreibt.

Das alte Donaubad als möglicher Stellplatz für Wohnmobile war vom Ulmer OB Ivo Gönner am Freitag in der Aufsichtsratssitzung der UNT angeregt worden. Und das auch zur Überraschung von UNT-Geschäftsführer Wolfgang Dieterich:"Wir hätten dieses Gelände niemals in Erwägung gezogen." Laut Dieterich sei es dort viel zu laut,"denn Wohnmobilisten legen auch Wert auf eine ruhige Umgebung". Dennoch würden jetzt beide Standorte nochmals miteinander verglichen werden."Und das", so Dieterich,"wird wertvolle Zeit kosten."

Der Ulmer OB konnte die Hektik in Neu-Ulm nicht im Ansatz verstehen:"Wir lassen beide Plätze jetzt untersuchen, und so lange muss der Kulturbiergarten warten." Das sei durch einen Beschluss des UNT-Aufsichtsrats gedeckt. Gönners Haltung dazu ist klar:"Wir reißen das alte Zeug dort ab und bauen einen Wohnmobil-Stellplatz." Carmen Mark, eine der Organisatoren des Kulturbiergartens, wird nach der Sommerpause einen Termin bei ihm erhalten."Ich kenne die Frau nicht", sagte er."Und ich kenne den Kulturbiergarten auch nicht."