Ulm OB Gönner kritisiert Nokia

Ulms Oberbürgermeister Ivo Gönner.
Ulms Oberbürgermeister Ivo Gönner.
Ulm / LSW 14.06.2012
In Ulm sei die gesamte Handy-Forschung konzentriert. „Wer am Markt punkten will muss neue Produkte entwickeln.“ Der Standort für Forschung und Entwicklung mit zuletzt 730 Mitarbeitern soll nach Angaben des kriselnden Unternehmens aus Finnland Ende September 2012 schließen.

Gönner sagte, Nokia sei seit fast 18 Jahren in Ulm vertreten. Das Unternehmen betreibe eine „etwas sprunghafte Geschäftspolitik“. Vor Jahren sei die Produktion von Bochum nach Rumänien verlagert, später der rumänische Standort geschlossen worden. „Dann wurde erklärt, dass die Forschung in Ulm konzentriert werden soll.“ Vor kurzem sei noch über Ausbaupläne gesprochen worden. Das passe alles nicht zusammen.

Die geplante Schließung des Standortes nannte Gönner eine „weitere schlechte Nachricht“ für Ulm. Er verwies in dem Zusammenhang unter anderem auf den geplanten Stellenabbau beim Lastwagenhersteller Iveco oder auch bei der Daimler-Tochter Evobus.